Bereschit (“im Anfang”)

1 IM Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.

2 Die Erde aber war bloß und bar, und Dunkel lag über dem Grund, und Gottes Windhauch wehte über die Wasser.

3 Da sprach Gott: «Es werde hell!», und es ward hell.

4 Und Gott sah die Helle, daß sie gut war. Da schied Gott zwischen der Helle und dem Dunkel.

5 Und Gott nannte die Helle Tag, das Dunkel aber nannte er Nacht. Und es ward Abend und ward Morgen – ein Tag.

6 Und Gott sprach: «Es werde eine Decke im Wasser drinnen und sei Scheide zwischen Wasser und Wasser!»

7 Da machte Gott die Decke und schied zwischen den Wassern unterhalb der Decke, und den Wassern oberhalb der Decke; und es ward so.

8 Und Gott nannte die Decke Himmel. Und es ward Abend und ward Morgen – ein zweiter Tag.

9 Und Gott sprach: «Es sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort, daß das Trockene sichtbar werde!» Und es ward so.

10 Und Gott nannte das Trockene Erde, die Sammlung der Wasser aber nannte er Meere. Und Gott sah, daß es gut war.

11 Und Gott sprach: «Es lasse die Erde junges Grün sprießen, Kraut, das Samen sämt, Fruchtbäume, die nach ihrer Art Frucht tragen, worin ihr Same ist, auf der Erde!» Und es ward so.

12 Da brachte die Erde junges Grün hervor, Kraut, das Samen sämt nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, worin ihr Same ist, nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war.

13 Und es ward Abend und ward Morgen – ein dritter Tag.

14 Und Gott sprach: «Es seien Leuchten an der Himmelsdecke, zu scheiden zwischen Tag und Nacht; und sie sollen sein zu Zeichen und Bestimmungen und zu Tagen und Jahren;

15 und sie sollen Leuchten sein an der Himmelsdecke, um zu leuchten über die Erde!» Und es ward so.

16 Und Gott machte die beiden großen Leuchten, die größere Leuchte zur Herrschaft des Tags, und die kleinere Leuchte zur Herrschaft der Nacht, und die Sterne.

17 Und Gott setzte sie an die Himmelsdecke, daß sie leuchten über die Erde,

18 und um zu herrschen über Tag und Nacht und zu scheiden zwischen Helle und Dunkel. Und Gott sah, daß es gut war.

19 Und es ward Abend und ward Morgen – ein vierter Tag.

20 Und Gott sprach: «Es wimmle das Wasser von Gewimmel lebender Wesen, und Vogelvolk fliege über die Erde hin an der Decke des Himmels!»

21 Da schuf Gott die großen Seetiere und alle die lebenden Wesen, die sich wimmelnd regen, davon das Wasser wimmelte, nach ihrer Art, und alles beschwingte Vogelvolk nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.

22 Da segnete sie Gott und sprach: «Fruchtet und mehrt euch und füllet das Wasser in den Meeren, und das Vogelvolk mehre sich auf Erden!»

23 Und es ward Abend und ward Morgen – ein fünfter Tag.

24 Und Gott sprach: «Es bringe die Erde lebende Wesen hervor nach ihrer Art, Vieh und Gewürm und Landgetier nach seiner Art!» Und es ward so.

25 Da machte Gott das Landgetier nach seiner Art und das Vieh nach seiner Art und alles Gerege des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.

26 Und Gott sprach: «Laßt uns Menschen machen in unserm Bild, nach unsrer Gestalt, und sie sollen gewältigen die Fischbrut des Meeres und das Vogelvolk des Himmels, das Vieh und die ganze Erde und alles Gerege, das sich regt auf der Erde!»

27 Da schuf Gott den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; Mann und Weib schuf er sie.

28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: «Fruchtet und mehrt euch, und füllet die Erde und zwingt sie nieder und gewältigt die Fischbrut des Meeres und das Vogelvolk des Himmels und alles Getier, das sich regt auf der Erde!»

29 Und Gott sprach: «Seht, ich gebe euch alles Kraut, das Samen sämt, das auf der ganzen Erde ist, und alle Bäume, die sämende Baumfrucht tragen; euch sei es zur Nahrung;

30 allem Getier des Landes aber und allem Vogelvolk des Himmels und allem, was sich regt auf der Erde, das Lebensodem in sich hat, – alles Grün vom Kraut zur Nahrung.» Und es ward so.

31 Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und sieh, es war sehr gut. Und es ward Abend und ward Morgen – der sechste Tag.

1 So wurden vollendet der Himmel und die Erde und ihr ganzes Heer.

2 Und Gott vollendete am siebenten Tag sein Werk, das er gemacht, und er ruhte am siebenten Tag von all seinem Werk, das er gemacht.

3 Da segnete Gott den siebenten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott zu wirken geschaffen.

4 Dies ist die Entstehung des Himmels und der Erde, da sie erschaffen wurden. An dem Tag, da der Ewige, Gott, Erde und Himmel machte,

5 da war noch alles Gesträuch des Feldes nicht auf der Erde, und sproßte alles Kraut des Feldes noch nicht, denn der Ewige, Gott, hatte nicht regnen lassen auf die Erde, und ein Mensch war nicht da, um den Erdboden zu bebauen.

6 Aber ein Quellstrom stieg auf von der Erde und tränkte die ganze Fläche des Erdbodens.

7 Da bildete der Ewige, Gott, den Menschen aus Staub vom Erdboden und hauchte Lebensodem in sein Antlitz; so ward der Mensch ein lebend Wesen.

8 Und der Ewige, Gott, pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten und setzte dorthin den Menschen, den er gebildet.

9 Und der Ewige, Gott, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume sprießen, lustsam anzusehn und gut zu essen, und auch den Baum des Lebens im Garten drinnen und den Baum des Wissens um Gut und Böse.

10 Und ein Strom geht aus von Eden, um den Garten zu tränken; und von da aus teilt er sich und wird zu vier Ausläufen.

11 Der Name des einen ist Pischon, er ist es, der das ganze Land Hawila umfließt, wo es das Gold gibt.

12 Das Gold jenes Landes aber ist gut; dort ist auch das Bdelliumharz und der Schohamstein.

13 Und der Name des zweiten Stromes ist Gihon; er ist es, der das ganze Land Kusch umfließt.

14 Und der Name des dritten Stromes ist Hiddekel, er ist es, der östlich von Aschschur fließt; der vierte Strom aber ist der Perat.

15 Dann nahm der Ewige, Gott, den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn bebaue und bewache.

16 Und der Ewige, Gott, gebot dem Menschen und sprach: «Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen;

17 aber vom Baum des Wissens um Gut und Böse, von dem sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon ißt, mußt du sterben.»

18 Und der Ewige, Gott, sprach: «Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei, ich will ihm eine Hilfe machen, ihm zur Seite.»

19 Und der Ewige, Gott, bildete aus der Erde alles Getier des Feldes und alles Vogelvolk des Himmels, und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und ganz, wie der Mensch es nenne, das lebende Wesen, so sollte dessen Name sein.

20 Da benannte der Mensch Namen für alles Vieh und für das Vogelvolk des Himmels und alles Getier des Feldes; doch für den Menschen fand er keine Hilfe, ihm zur Seite.

21 Da ließ der Ewige, Gott, Betäubung auf den Menschen fallen, daß er schlief; dann nahm er eine von seinen Rippen und umschloß statt ihrer mit Fleisch.

22 Und der Ewige, Gott, baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen, zu einem Weib und brachte es zu dem Menschen.

23 Da sprach der Mensch: «Diesmal ist das Bein von meinem Bein Und Fleisch von meinem Fleisch; Die soll Ischscha heißen, Denn vom Isch ward die genommen.»

24 Darum läßt der Mann Vater und Mutter und hangt seinem Weib an, daß sie zu einem Leib werden.

25 Sie waren aber beide nackt, der Mensch und sein Weib, und sie schämten sich nicht.

1 Die Schlange aber war schlauer als alles Getier des Feldes, das der Ewige, Gott, gemacht hatte, und sie sprach zum Weib: «Hat Gott wohl gar gesagt: Eßt nicht von allen Bäumen des Gartens?»

2 Da sprach das Weib zur Schlange: «Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen,

3 doch von der Frucht des Baumes, der mitten im Garten steht, hat Gott gesagt: Davon sollt ihr nicht essen und ihn nicht berühren, sonst müßt ihr sterben.»

4 Da sprach die Schlange zum Weib: «Nimmermehr werdet ihr sterben.

5 Sondern: Gott weiß, daß am Tag, da ihr davon eßt, euch die Augen aufgehn, und ihr werdet wie Gottwesen, wissend um Gut und Böse.»

6 Da sah das Weib, daß der Baum gut zum Essen, und daß er Reiz für die Augen und lustsam anzusehen; so nahm sie von seiner Frucht und aß, und gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.

7 Da gingen ihnen beiden die Augen auf, und sie wußten, daß sie nackt waren. Und sie nähten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.

8 Da hörten sie den Hall des Ewigen, Gottes, der beim Tageswind im Garten sich erging; da verbarg sich der Mensch und sein Weib vor dem Ewigen, Gott, unter den Bäumen des Gartens.

9 Aber der Ewige, Gott, rief dem Menschen zu und sprach: «Wo bist du?»

10 Und der sprach: «Deinen Hall habe ich im Garten gehört, da scheute ich mich, weil ich nackt bin; und ich verbarg mich.»

11 Da sprach er: «Wer hat es dir gesagt, daß du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten nicht zu essen?»

12 Da sprach der Mensch: «Das Weib, das du mir zugesellt, sie gab mir von dem Baum, und ich aß.»

13 Da sprach der Ewige, Gott, zu dem Weib: «Was hast du da getan?» Da sprach das Weib: «Die Schlange hat mich verführt, und ich aß.»

14 Da sprach der Ewige, Gott, zur Schlange: «Weil du das getan, Bist du verflucht vor allem Vieh Und vor allem Getier des Feldes! Auf deinem Bauche sollst du kriechen, Und Staub sollst du fressen Alle Tage deines Lebens.

15 Und Feindschaft setze ich Zwischen dir und dem Weib Und zwischen deinem Samen und ihrem; Lauert er dir zu Häupten, Lauerst du ihm zur Ferse.»

16 Zum Weib sprach er: «Viel weite ich dein Schmerzen Und dein Schwangern: In Schmerz gebärst du Kinder. Zu deinem Gatten kehrt dein Hunger, Und er wird dich beherrschen.»

17 Und zum Menschen sprach er: «Weil du auf deines Weibes Stimme gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir geboten: Iß nicht davon, ist verflucht der Boden um deinetwillen; In Mühsal sollst du von ihm essen Alle Tage deines Lebens.

18 Und Dorn und Distel lasse er dir sprießen, Das Kraut des Feldes sollst du essen.

19 Im Schweiß von deinem Antlitz ißt du Brot, Bis du zum Boden wiederkehrst, Denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du, Und kehrst zum Staub zurück.»

20 Da nannte der Mensch sein Weib Hawwa, denn sie war die Mutter alles Lebenden .

21 Und der Ewige, Gott, machte dem Menschen und seinem Weib Röcke aus Fell und bekleidete sie.

22 Da sprach der Ewige, Gott: «Nun ist der Mensch geworden wie einer von uns, wissend um Gut und Böse; und daß er jetzt nicht seine Hand ausstreckt und auch vom Baum des Lebens nimmt und ißt und dann ewig lebt!»

23 Da jagte der Ewige, Gott, ihn hinweg aus dem Garten Eden, daß er den Erdboden bebaue, aus dem er genommen.

24 Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Kerubim lagern und die Flamme des kreisenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.

1 Der Mensch aber erkannte Hawwa, sein Weib; und sie ward schwanger und gebar Kain, und sie sprach: «Ich habe einen Mann geschaffen mit dem Ewigen!»

2 Und sie gebar abermals, seinen Bruder, den Hebel. Und Hebel war ein Schafhirt, Kain aber war ein Ackerbauer.

3 Und es war nach Ablauf einer Zeit, da brachte Kain von der Frucht des Bodens dem Ewigen eine Gabe dar.

4 Und Hebel brachte, auch er, von den Erstlingen seiner Schafe und von ihren fettesten. Da wandte sich der Ewige zu Hebel und zu seiner Gabe,

5 zu Kain aber und zu seiner Gabe wandte er sich nicht. Und es verdroß Kain sehr, und sein Antlitz sank.

6 Da sprach der Ewige zu Kain: «Warum verdrießt es dich? Und warum ist dein Angesicht gesenkt?

7 Ob du das beßre Teil erhältst, 7. Ob nicht das beßre – Zur Tür hin, Sünde, kauernd, Muß doch zu dir sein Hunger, Und du wirst ihn beherrschen.»

8 Nun sprach Kain zu seinem Bruder Hebel. Es war nun, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain wider seinen Bruder Hebel und erschlug ihn.

9 Da sprach der Ewige zu Kain: «Wo ist dein Bruder Hebel?» Der aber sprach: «Ich weiß es nicht. Bin ich meines Bruders Hüter?»

10 Da sprach er: «Was hast du getan? Horch, deines Bruders Blut schreit auf zu mir Vom Ackerboden.

11 Und nun: Verflucht bist du, Fort von dem Ackerboden, Der seinen Mund geöffnet, Um deines Bruders Blut von deiner Hand zu nehmen.

12 Wenn du den Boden baust, Wird er dir fortan seine Kraft nicht geben; Und schweifend, flüchtig wirst du sein auf Erden.»

13 Da sprach Kain zum Ewigen: «Zu groß ist meine Schuld zum Tragen!

14 Hast du mich heute ja vom Ackerboden fortgetrieben, vor deinem Angesicht muß ich mich bergen, schweifend und flüchtig soll ich sein auf Erden – und so wird jeder, der mich findet, mich erschlagen.»

15 Da sprach der Ewige zu ihm: «So soll denn, wer immer Kain erschlägt, siebenfältige Rache leiden.» Und der Ewige setzte Kain ein (Wunder-)Zeichen, daß ihn nicht erschlagen wird, wer immer ihn fände.

16 Dann ging Kain hinweg von dem Angesicht des Ewigen, und ließ sich nieder im Land Nod, östlich von Eden.

17 Und Kain erkannte sein Weib, und sie ward schwanger und gebar den Hanoch. Und er baute da eine Stadt und benannte die Stadt nach dem Namen seines Sohnes Hanoch.

18 Dem Hanoch aber wurde Irad geboren. Und Irad zeugte Mehujaël, und Mehujaël zeugte Metuschaël und Metuschaël zeugte Lemech.

19 Und Lemech nahm sich zwei Frauen; der Name der einen war Ada, und der der anderen Zilla.

20 Und Ada gebar den Jabal; dieser war der Vater derer, die im Zelt und beim Vieh weilen.

21 Und der Name seines Bruders war Jubal, er wurde der Vater aller Zither- und Flötenspieler.

22 Und Zilla gebar, auch sie, den Tubal-Kain, einen Schmied, vor allen, die Erz und Eisen bearbeiteten. Und die Schwester Tubal-Kains war Naama.

23 Und Lemech sprach zu seinen Frauen: «Ada und Zilla, hört meine Stimme, Ihr Frauen Lemechs, vernehmt meinen Spruch! Denn einen Mann erschlug ich für meine Wunde, Und einen Knaben für meine Strieme.

24 Wird Kain siebenfach gerächt, So Lemech siebenundsiebzigfach.»

25 Und Adam erkannte abermals sein Weib, und sie gebar einen Sohn und nannte ihn Schet; denn: «Gott hat mir anderen Samen gesetzt statt Hebels, weil Kain ihn erschlagen.»

26 Und Schet, auch ihm wurde ein Sohn geboren, und er nannte seinen Namen Enosch. Damals fing man an, den Namen des Ewigen anzurufen.

1 Dies ist die Schrift von den Nachkommen Adams. Am Tag, da Gott den Menschen erschuf, machte er ihn in der Gestalt Gottes.

2 Männlich und weiblich schuf er sie, und er segnete sie und nannte ihren Namen «Mensch », am Tag, da sie geschaffen wurden.

3 Dann lebte Adam hundertdreißig Jahre, da zeugte er in seiner Gestalt, nach seinem Bild, und er nannte seinen Namen Schet.

4 Dann waren die Tage Adams, nachdem er Schet gezeugt hatte, achthundert Jahre; und er zeugte Söhne und Töchter.

5 So waren alle Tage Adams, die er lebte, neunhundertdreißig Jahre, dann starb er.

6 Und Schet lebte hundertfünf Jahre, da zeugte er Enosch.

7 Dann lebte Schet, nachdem er Enosch gezeugt hatte, achthundertsieben Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

8 So waren alle Tage Schets neunhundertzwölf Jahre, dann starb er.

9 Und Enosch lebte neunzig Jahre, da zeugte er Kenan.

10 Dann lebte Enosch, nachdem er Kenan gezeugt hatte, achthundertfünfzehn Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

11 So waren alle Tage Enoschs neunhundertfünf Jahre, dann starb er.

12 Und Kenan lebte siebzig Jahre, da zeugte er Mahalal’el.

13 Dann lebte Kenan, nachdem er Mahalal’el gezeugt hatte, achthundertvierzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

14 So waren alle Tage Kenans neunhundertzehn Jahre, dann starb er.

15 Und Mahalal’el lebte fünfundsechzig Jahre, da zeugte er Jered.

16 Dann lebte Mahalal’el, nachdem er Jered gezeugt hatte, achthundertdreißig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

17 So waren alle Tage Mahalal’els achthundertfünfundneunzig Jahre, dann starb er.

18 Und Jered lebte hundertzweiundsechzig Jahre, da zeugte er Hanoch.

19 Dann lebte Jered, nachdem er Hanoch gezeugt hatte, achthundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

20 So waren alle Tage Jereds neunhundertzweiundsechzig Jahre, dann starb er.

21 Und Hanoch lebte fünfundsechzig Jahre, da zeugte er Metuschelah.

22 Dann wandelte Hanoch, nachdem er Metuschelah gezeugt hatte, mit Gott dreihundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

23 So waren alle Tage Hanochs dreihundertfünfundsechzig Jahre.

24 Und Hanoch wandelte mit Gott, und da war er nicht mehr, denn Gott hatte ihn hinweggenommen.

25 Und Metuschelah lebte hundertsiebenundachtzig Jahre, da zeugte er Lemech.

26 Dann lebte Metuschelah, nachdem er Lemech gezeugt hatte, siebenhundertzweiundachtzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

27 So waren alle Tage Metuschelahs neunhundertneunundsechzig Jahre, dann starb er.

28 Und Lemech lebte hundertzweiundachtzig Jahre, dann zeugte er einen Sohn.

29 Und er nannte seinen Namen Noah, besagend: «Dieser wird uns trösten bei unsrer Arbeit und der Mühsal unsrer Hände vom Ackerboden, den der Ewige verflucht hat.»

30 Dann lebte Lemech, nachdem er Noah gezeugt hatte, fünfhundertfünfundneunzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

31 So waren alle Tage Lemechs siebenhundertsiebenundsiebzig Jahre, dann starb er.

32 Und Noah war fünfhundert Jahre alt, da zeugte er Schem, Ham und Jefet.

5 So spricht der Ewge, Gott der Himmel Schöpfer, der sie ausgespannt die Erde unterbauet hat, mit ihrem Sprießen der Odem gibt dem Volk auf ihr und Lebensatem denen, die drauf wandeln.

6 Ich hab, der Ewge, rechtens dich berufen die Hand dir festgefaßt hab dich gebildet, dich bestimmt als Volkes Bundeshüter der Nationen Leuchte

7 zu öffnen blinde Augen frei aus dem Kerker den Gefangenen zu führen vom Haus der Haft, die da im Finstern sitzen.

8 Ich bins, der Ewige das ist mein Name und meine Ehre schenk ich keinem andern noch meinen Ruhm dem Bildwerk.

9 Das Frühre, sieh, es ist gekommen und Neues tu ich kund bevor es sproßt, laß ichs euch hören.

10 Lobsingt dem Ewgen neuen Sang und seinen Ruhm vom Erdenende die ihr das Meer befahrt und was es füllt die Seelande und deren Wohner.

11 Anstimmen laßt die Wüste samt ihren Orten Gehöfte, wo Kedar wohnt aufjubeln sollen die Bewohner Selas herrufen von der Berge Gipfel.

12 Laßt sie dem Ewgen Ehre geben und seinen Ruhm erzählen in den Seelanden.

13 Der Ewge wie ein Held bricht auf und wie ein Kriegsmann fährt er auf im Eifer lärmt auf und schmettert ermannt sich gegen seine Feinde.

14 Verstummt war ich von je hielt schweigend an mich; wie die Gebärerin, so will ich schrein will schnaufen und schnauben mit eins;

15 will Berge trocknen und Höhen und all ihr Grün erdörren will Ströme machen zu Ländchen ausdörren Wasserbecken.

16 Führ Blinde hin auf ungekanntem Weg auf ungekannten Pfaden leit ich sie mach Finsternis vor ihnen her zum Licht und Höckerland zu Ebne. Dies sind die Dinge, die ich tu ich laß sie nicht.

17 Zurück entweichen, schmachbeschämt die baun auf Bildwerk die da zum Gußwerk sprechen: ,Ihr seid uns Gott.’

18 Ihr Taube, hört ihr Blinde, schaut und seht!

19 Wer war da blind wenn nicht mein Knecht und taub so wie mein Bote, den ich sandte? Wer blind wie der ,Vollkommne’ verblendet wie der Knecht des Ewigen?

20 Hat viel gesehn es nicht beachtet mit offnem Ohr erhört er nichts.

21 Doch wollt der Ewge ihn damit er sich bewähre und groß und herrlich zeige seine Weisung.

22 Doch das war Volk beraubt, geplündert verstrickt in Löchern alle sie in Kerkerkammern wegversteckt. Dem Raub verfallen, ohne Retter dem Plündern, und sprach keiner: ,Gib wieder!’

23 Wer unter euch, der merkt’ auf dies hört’ zu und es vernahm für später:

24 ,Wer hat der Plündrung preisgegeben Jaakob und Jisraël den Räubern? Wars nicht der Ewige dem wir gesündigt?’ In seinen Wegen wollten sie nicht wandeln, auf seine Weisung sie nicht hören.

25 Da goß er Grimm auf ihn in seinem Zorn und die Gewalt des Kriegs das lohte rings um ihn, er merkt’ es nicht steckt’ ihn in Brand, nahms nicht zu Herzen!

1 Und nun so spricht der Ewige dein Schöpfer, Jaakob dein Bildner, Jisraël: Nicht fürchte denn ich löse dich ich rufe dich bei Namen mein bist du!

2 Wenn du durch Wasser schreitest bin ich bei dir; und durch die Ströme daß sie dich nicht verfluten; gehst du durch Feuer wirst du nicht gebrannt und Flamme sengt dich nicht.

3 Denn ich, der Ewge, bin dein Gott der Heilge Jisraëls dein Retter; ich geb Mizraim hin als deine Lösung und Kusch, Seba an deiner Statt.

4 Weil teuer du in meinen Augen geehrt, und ich dich liebe so geb ich Menschen hin an deiner Statt und Völker für dein Leben.

5 Nicht fürchte! Denn mit dir bin ich. Vom Osten bring ich deinen Samen und aus dem Westen hol ich dich zusammen;

6 ich sprech zum Norden: Gib! Zum Süden: Halte nicht zurück! Laß meine Söhne kommen aus der Ferne und meine Töchter von der Erde Ende

7 allwas mit meinem Namen sich benennt. Zu meiner Ehre hab ich es geschaffen gebildet, ja gemacht.

8 Hervor das Volk blind, hats auch Augen taub, haben sie auch Ohren:

9 Die Völker alle sind versammelt vereinet die Nationen; wer unter ihnen tat dies kund ließ Früheres uns hören? Laßt ihre Zeugen sie gestellen und sich bewähren auf daß man sage: ,Wahr ists!’

10 Ihr seid mir Zeugen ist des Ewgen Spruch und Knecht mein, den ich auserwählt daß ihr erkennet und mir glaubt einseht, daß ich es bin; vor mir war nie ein Gott gebildet und nach mir wird da keiner sein.

11 Ich, ich bin es, der Ewige und außer mir kein Retter.

1 IM Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort!

2 Dieses war im Anfang bei Gott!

3 Alles ist durch dasselbe geworden, und ohne dasselbe ist geworden auch nicht eins, das geworden ist.

4 In Ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen!

5 Das Licht erschien in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt!

6 Es war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name war Johannes.

7 Dieser kam zum Zeugnis, daß er für das Licht zeugte, daß alle durch ihn glauben!

8 Jener war nicht das Licht, sondern daß er zeugte für das Licht!

9 Es war das wahrhaftige Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in die Welt kommen!

10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch Ihn geworden! Und die Welt hat Ihn nicht erkannt!

11 Er kam zu den Seinen, und die Seinen nahmen Ihn nicht auf!

12 So viele Ihn aber aufnahmen, ihnen gab Er Vollmacht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an Seinen Namen glauben;

13 die nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

14 Und das Wort wurde Fleisch und zeltete in uns, und wir schauten Seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit wie des Einziggeborenen vom Vater, voll Gnade und Wahrheit!

15 WELCHER ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung!

16 Denn in Ihm ist das Gesamte erschaffen worden in den Himmeln und auf der Erde, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften, es seien Fürstentümer oder Gewalten; das Gesamte ist durch Ihn und zu Ihm hin erschaffen worden.

17 Und Er ist vor allem, und das Gesamte besteht in Ihm.

1 VIELTEILIG und vielartig hat Gott vor alter Zeit zu den Vätern in den Propheten geredet;

2 am Ende dieser Tage hat Er zu uns im Sohne geredet, welchen Er zum Erben von allem eingesetzt hat, durch den Er auch die Weltzeiten gemacht hat;

3 welcher, der da ist Ausstrahlung der Herrlichkeit und Charakter Seines Wesens, der da auch trägt die Gesamtheiten mit dem Ausspruche Seiner Macht; nachdem die Reinigung der Sünden vollbracht, hat Er Sich gesetzt zur Rechten der Majestät in den Höhen.

Facebook Twitter Instagram YouTube