LechLecha (“Gehe hinaus”)

1 Und der Ewige sprach zu Abram: «Zieh du aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und vom Haus deines Vaters nach dem Land, das ich dir zeigen werde.
2 Und ich will dich zu einem großen Volk machen und will dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein.
3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den will ich verdammen, und mit dir sollen sich segnen alle Geschlechter der Erde.»
4 Da ging Abram, wie der Ewige zu ihm geredet hatte, und mit ihm zog Lot. Abram aber war fünfundsiebzig Jahre alt, als er von Haran auszog.
5 Und Abram nahm sein Weib Sarai und seines Bruders Sohn Lot und alle ihre Habe, die sie erworben, und alles Menschenleben, das sie in Haran sich geschaffen, und sie zogen aus, um nach dem Land Kenaan zu gehen, und sie kamen in das Land Kenaan.
6 Und Abram durchzog das Land bis zur Stätte von Schechem, bis zur Eiche des Weisers – und der Kenaanäer war damals im Land.
7 Da erschien der Ewige Abram und sprach: «Deinem Samen will ich dieses Land geben.» Da erbaute er dort einen Altar dem Ewigen, der ihm erschienen.
8 Von dort zog er weiter ins Gebirge, östlich von Bet-El, und schlug dort sein Zelt auf, Bet-El im Westen und ha-Ai im Osten; und er baute dort einen Altar dem Ewigen und rief den Namen des Ewigen an.
9 Dann brach Abram auf, immer weiter ziehend zur Südsteppe hin.
10 Es war aber Hunger im Land; da zog Abram nach Mizraim hinab, um dort zu verweilen; denn schwer war der Hunger im Land.
11 Es war nun, als er in die Nähe von Mizraim kam, da sprach er zu seinem Weib Sarai: «Sieh doch, ich weiß, daß du ein Weib von schönem Aussehen bist.
12 Und es wird sein, wenn dich die Mizräer sehen und sagen: ,Sein Weib ist die!’, so werden sie mich erschlagen, dich aber werden sie am Leben lassen.
13 So sage doch, du seist meine Schwester, damit es mir wohl ergehe um deinetwillen, und ich deinetwegen am Leben bleibe.»
14 Nun war es, als Abram nach Mizraim kam, da sahen die Mizräer das Weib, daß es sehr schön war.
15 Und es sahen sie die Obersten Par’os und rühmten sie vor Par’o; da wurde das Weib in das Haus Par’os geholt.
16 Abram aber erwies er Gutes um ihretwillen, und er bekam Schafe und Rinder und Esel, Knechte und Mägde, Eselstuten und Kamele.
17 Der Ewige aber schlug Par’o mit schweren Plagen und sein Haus wegen Sarais, des Weibes Abrams.
18 Da berief Par’o Abram und sprach: «Was hast du mir da getan? Warum hast du mir nicht gesagt, daß sie dein Weib ist?
19 Warum hast du gesagt: ,Meine Schwester ist sie’, daß ich sie mir zum Weib genommen habe? Doch nun: Hier hast du dein Weib; nimm und geh!»
20 Und Par’o entbot für ihn Leute, die ihn, sein Weib und all seine Habe geleiteten.
1 So zog Abram von Mizraim hinauf, er, sein Weib und all seine Habe, und auch Lot mit ihm, nach der Südsteppe.
2 Abram aber war sehr reich an Vieh, an Silber und an Gold.
3 Und er zog Zug für Zug von der Südsteppe bis nach Bet-El, bis an den Ort, wo sein Zelt anfangs gewesen war, zwischen Bet-El und ha-Ai,
4 an die Stätte des Altars, den er zuerst dort errichtet hatte; und Abram rief dort den Namen des Ewigen an.
5 Aber auch Lot, der mit Abram zog, hatte Schafe und Rinder und Zelte.
6 Und das Land hielt sie nicht, daß sie beisammen wohnten; denn ihre Habe war viel, und sie konnten nicht beisammen wohnen.
7 So war Streit zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh – und der Kenaani und der Perisi wohnten damals im Land.
8 Da sprach Abram zu Lot: «Laß doch nicht Streit sein zwischen mir und dir und zwischen meinen Hirten und deinen, denn verbrüderte Männer sind wir.
9 Liegt nicht das ganze Land vor dir? So scheide von mir! Wenn zur Linken, so will ich zur Rechten, und wenn zur Rechten, so will ich zur Linken.»
10 Da hob Lot seine Augen und sah das ganze Rund des Jardens, daß es überall bewässert war; bevor der Ewige Sedom und Amora zerstörte, war es wie ein Garten des Ewigen, wie das Land Mizraim, bis nach Zoar hin.
11 Da wählte sich Lot das ganze Rund des Jardens, und Lot brach auf gegen Osten. So schieden sie einer vom andern.
12 Abram wohnte im Land Kenaan, und Lot wohnte in den Städten des Runds und zeltete bis nach Sedom.
13 Die Leute von Sedom aber waren sehr böse und sündig gegen den Ewigen.
14 Und der Ewige sprach zu Abram, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte: «Hebe doch deine Augen und schau von dem Ort, an dem du bist, nach Norden und Süden, nach Osten und Westen;
15 denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinem Samen auf ewig.
16 Und ich will deinen Samen machen wie den Staub der Erde, so daß, wenn jemand den Staub der Erde zu zählen vermag, auch dein Same soll gezählt werden.
17 Auf, durchzieh das Land nach seiner Länge und seiner Breite; denn dir will ich es geben.»
18 Und Abram zeltete und kam und blieb wohnen bei den Terebinthen von Mamre, die zu Hebron sind; und er baute dort einen Altar dem Ewigen.
1 Es war nun in den Tagen Amrafels, des Königs von Schin’ar, Arjochs, des Königs von Ellasar, Kedorlaomers, des Königs von Elam, und Tid’als, des Königs von Gojim;
2 die führten Krieg mit Bera, dem König von Sedom, und Birscha, dem König von Amora, Schin’ab, dem König von Adma, und Schem’eber, dem König von Zebojim, und mit dem König von Bela, das ist Zoar.
3 Alle diese vereinigten sich im Tal ha-Siddim, das ist das Salzmeer.
4 Zwölf Jahre waren sie Kedorlaomer dienstbar gewesen, im dreizehnten Jahr aber hatten sie sich empört.
5 Im vierzehnten Jahr kam dann Kedorlaomer und die Könige, die mit ihm waren, und schlugen die Refaim zu Aschterot-Karnaim, die Susiter zu Ham, die Emiter zu Schawe-Kirjataim,
6 und die Horiter auf ihrem Gebirge Sëir bis El-Paran, das an der Wüste liegt.
7 Dann wandten sie sich und kamen nach En-Mischpat, das ist Kadesch, und schlugen das ganze Gefild des Amalekiters, und auch den Emoriter, der in Hazazon-Tamar wohnte.
8 Da zogen der König von Sedom, der König von Amora, der König von Adma und der König von Zebojim, sowie der König von Bela, das ist Zoar, aus und ordneten sich zur Schlacht gegen sie im Tal ha-Siddim,
9 gegen Kedorlaomer, den König von Elam, Tid’al, den König von Gojim, Amrafel, den König von Schin’ar, und Arjoch, den König von Ellasar; vier Könige gegen die fünf.
10 Das Tal ha-Siddim aber war voller Erdpechgruben. Als nun der König von Sedom und der von Amora flohen, fielen sie da hinein; doch die Übrigen flohen ins Gebirge.
11 Sie nahmen aber alle Habe von Sedom und Amora und all ihren Mundvorrat und zogen davon.
12 Und sie nahmen Lot samt seiner Habe, den Bruderssohn Abrams, und zogen ab – denn er wohnte in Sedom.
13 Da kamen die Flüchtlinge und berichteten es Abram, dem Ebräer. Dieser wohnte damals bei den Bäumen Mamres, des Emoriters, des Bruders von Eschkol und Aner, und diese waren Bundesleute Abrams.
14 Als nun Abram hörte, daß sein Bruder gefangen war, ließ er seine Geübten, die in seinem Haus geboren waren, ausrücken, dreihundertachtzehn an Zahl, und jagte hinterher bis Dan.
15 Und er teilte sich gegen sie des Nachts, er mit seinen Knechten, und schlug sie und verfolgte sie bis Hoba, das links von Dammesek liegt.
16 Und er brachte alle Habe zurück; auch seinen Verwandten Lot und dessen Habe brachte er zurück und auch die Frauen und die Leute.
17 Da zog der König von Sedom ihm entgegen, nachdem er vom Sieg über Kedorlaomer und die Könige, die mit ihm waren, zurückgekehrt war, in das Tal Schawe, das ist das Königstal.
18 Und Malki-Zedek, König von Schalem, brachte Brot und Wein heraus; er war aber Priester des höchsten Gottes.
19 Und er segnete ihn und sprach: «Gesegnet sei Abram dem höchsten Gott, Dem Schöpfer des Himmels und der Erde!
20 Und gepriesen sei der höchste Gott, Der deine Feinde in deine Hand gegeben!» Da gab er ihm den Zehnten von allem.
21 Der König von Sedom aber sprach zu Abram: «Gib mir die Leute, und die Habe nimm für dich.»
22 Da sprach Abram zum König von Sedom: «Ich hebe meine Hand zum Ewigen, dem höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde:
23 Ob ich, vom Faden bis zum Schuhriemen, etwas nehme von alledem, was dein ist! Du sollst nicht sagen: Ich habe Abram reich gemacht.
24 Nichts für mich! Nur, was die Burschen verzehrt haben, und den Anteil der Männer, die mit mir gezogen sind, Aner, Eschkol und Mamre, die mögen ihren Anteil nehmen.»
1 Nach diesen Begebenheiten erging das Wort des Ewigen an Abram im Gesicht, besagend: «Fürchte nicht, Abram! Ich bin dir Schild; dein Lohn ist sehr reich!»
2 Da sprach Abram: «O Herr, o Gott! Was willst du mir geben? Ich gehe ja ausgerodet dahin, und der Anwart meines Hauses – das ist Dammeseks Elieser.»
3 Und Abram sprach: «Sieh, mir hast du keinen Samen gegeben, so wird ja mein Haussasse mich beerben!»
4 Sieh, da erging das Wort des Ewigen an ihn, besagend: «Nicht wird dieser dich beerben! Sondern, der aus deinem Leib kommt, der wird dich beerben!»
5 Und er führte ihn hinaus ins Freie und sprach: «Schau doch auf zum Himmel und zähle die Sterne, ob du sie zählen kannst?» Und er sprach zu ihm: «So soll dein Same sein!»
6 Und er glaubte an den Ewigen, und der rechnete es ihm als Tugend an.
7 Und er sprach zu ihm: «Ich bin der Ewige, der ich dich aus Ur der Kasdäer herausgeführt, um dir dieses Land in Besitz zu geben.»
8 Und er sprach: «O Herr, o Gott! Woran soll ich erkennen, daß ich es besitzen werde?»
9 Da sprach er zu ihm: «Hole mir eine drittjährige Färse, eine drittjährige Ziege und einen drittjährigen Widder, Turteln und Taubenküken.»
10 Da holte er ihm alle diese, zerstückte sie in der Mitte und legte je ein Stück dem andern gegenüber; die Vögel aber zerschnitt er nicht.
11 Da stürzten die Raubvögel auf die Aase herab, Abram aber scheuchte sie hinweg.
12 Es war nun, als die Sonne untergehn wollte, da fiel Betäubung auf Abram, und sieh: Beängstigung, eine dichte Finsternis senkte sich auf ihn.
13 Und er sprach zu Abram: «Wissen sollst du, daß Fremdling sein wird dein Same in einem Land, das nicht das ihre; und sie werden jenen Sklaven sein, und man wird sie bedrücken vierhundert Jahre.
14 Aber auch das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, und danach sollen sie ausziehn mit großer Habe.
15 Du jedoch wirst zu deinen Vätern eingehn in Frieden, begraben werden in schönem Greisenalter.
16 Und das vierte Geschlecht wird hierher zurückkehren, denn nicht voll ist die Schuld des Emoriters bis dahin.»
17 Es war aber, als die Sonne untergegangen war und dichte Finsternis herrschte, sieh, da war es wie ein rauchender Ofen und wie ein Feuerbrand, der zwischen jenen Stücken hindurchfuhr.
18 An jenem Tag schloß der Ewige einen Bund mit Abram und sprach: «Deinem Samen gebe ich dieses Land vom Strom Mizraims bis zum großen Strom, dem Strom Perat.
19 Den Keni, den Kenisi und den Kadmoni,
20 den Hitti, den Perisi und die Refaim,
21 den Emori, den Kenaani, den Girgaschi und den Jebusi.»
1 Und Sarai, das Weib Abrams, hatte ihm nicht geboren. Sie hatte aber eine mizräische Magd namens Hagar.
2 Da sprach Sarai zu Abram: «Sieh doch, mich hat der Ewige fürs Gebären verschlossen; so geh doch ein zu meiner Magd, vielleicht werde ich durch sie zu Kindern kommen.» Und Abram hörte auf die Stimme Sarais.
3 Da nahm Sarai, das Weib Abrams, die Mizräerin Hagar, ihre Magd, nach Ablauf von zehn Jahren, seit Abram im Land Kenaan wohnte, und gab sie ihrem Mann Abram, ihm zum Weib.
4 Und er ging ein zu Hagar, und sie ward schwanger. Als sie aber merkte, daß sie schwanger geworden, da ward ihre Herrin gering in ihren Augen.
5 Da sprach Sarai zu Abram: «Meine Unbill über dich! Ich habe meine Magd in deinen Schoß gelegt, und nun, da sie merkt, daß sie schwanger geworden, ward ich gering in ihren Augen. Der Ewige richte zwischen mir und dir!»
6 Da sprach Abram zu Sarai: «Sieh, deine Magd ist in deiner Hand; tu mit ihr, was recht in deinen Augen!» Da drückte Sarai sie, daß sie vor ihr entfloh.
7 Und es fand sie ein Bote des Ewigen am Wasserquell in der Wüste, am Quell auf dem Weg nach Schur.
8 Und er sprach: «Hagar, Magd Sarais, woher kommst du und wohin gehst du?» Und sie sprach: «Vor meiner Herrin Sarai fliehe ich.»
9 Da sprach der Bote des Ewigen zu ihr: «Kehre zurück zu deiner Herrin und erniedere dich unter ihre Hände!»
10 Und der Bote des Ewigen sprach zu ihr: «Mehren will ich deinen Samen, daß er nicht gezählt werde vor Menge.»
11 Und der Bote des Ewigen sagte ihr: «Sieh, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jischmaël nennen, denn der Ewige hat auf dein Elend gehört .
12 Und er wird ein Wildeselmensch sein; seine Hand wider jeden und jede Hand wider ihn, und gegenüber allen seinen Brüdern wird er wohnen.»
13 Da nannte sie den Namen des Ewigen, der zu ihr redete: «Du bist ein Gott der Schau.» Denn sie sprach: «Habe ich denn auch weiter sehen können nach dieser Schau ?»
14 Darum nennt man den Brunnen: Brunnen vom Lebenden der Schau. Er liegt zwischen Kadesch und Bered.
15 Und Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte seinen Sohn, den Hagar geboren hatte, Jischmaël.
16 Abram aber war sechsundachtzig Jahre alt, als Hagar Jischmaël dem Abram gebar.
1 Abram war neunundneunzig Jahre alt, da erschien der Ewige Abram und sprach zu ihm: «Ich bin der gewaltige Gott, wandle vor mir und sei untadelig.
2 Und ich will meinen Bund setzen zwischen mir und dir, und ich will dich mehren über die Maßen.»
3 Da fiel Abram auf sein Angesicht, und Gott redete mit ihm und sprach:
4 «Ich, sieh, mein Bund besteht mit dir, und du wirst werden zum Vater eines Heers von Völkern.
5 Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn zum Vater eines Heers von Völkern habe ich dich bestimmt.
6 Und ich mache dich fruchtbar über die Maßen und lasse dich werden zu Völkern; und Könige sollen aus dir hervorgehn.
7 Und ich errichte meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir für ihre Geschlechter als ewigen Bund, Gott zu sein dir und deinem Samen nach dir.
8 Und ich will dir geben, dir und deinem Samen nach dir, das Land deines Aufenthalts, das ganze Land Kenaan, zum ewigen Besitz; und ich will ihnen Gott sein.»
9 Und Gott sprach zu Abraham: «Auch du sollst meinen Bund wahren, du und dein Same nach dir, für ihre Geschlechter.
10 Und das ist mein Bund, den ihr wahren sollt, zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Beschneiden lasse sich euch alles Männliche.
11 Und ihr sollt euch beschneiden lassen am Fleisch eurer Vorhaut, und dies sei das Zeichen des Bundes zwischen mir und euch.
12 Acht Tage alt soll alles Männliche euch beschnitten werden für eure Geschlechter, der im Haus Geborene und der um Geld Gekaufte, von allem Fremdgeborenen, das nicht von deinem Samen ist.
13 Beschnitten soll werden der in deinem Haus Geborene wie der um Geld Gekaufte, damit mein Bund an eurem Fleisch sei, zu ewigem Bund.
14 Ein unbeschnittener Mann aber, der am Fleisch seiner Vorhaut nicht beschnitten ist, ein solches Wesen soll aus seinen Sippen getilgt werden; meinen Bund hat er gebrochen.»
15 Dann sprach Gott zu Abraham: «Sarai, dein Weib, sollst du nicht mehr Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein.
16 Und ich werde sie segnen, und ich will dir auch von ihr einen Sohn geben; ich will sie segnen, daß sie zu Nationen werde; Könige von Völkern sollen aus ihr erstehen.»
17 Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte, und er sprach in seinem Herzen: «Sollte einem Hundertjährigen geboren werden, und Sara, sollte die neunzigjährig noch gebären?»
18 Und Abraham sprach zu Gott: «O möchte doch nur Jischmaël vor dir leben!»
19 Gott aber sprach: «Nicht doch; Sara, dein Weib, gebärt dir einen Sohn, den sollst du Jizhak nennen. Und ich will meinen Bund mit ihm errichten zu ewigem Bund für seinen Samen nach ihm.
20 Aber auch wegen Jischmaëls habe ich dich erhört. Sieh, ich habe ihn gesegnet und mache ihn fruchtbar und mehre ihn gar sehr; zwölf Fürsten wird er zeugen; und ich werde ihn zu einem großen Volk machen.
21 Meinen Bund aber errichte ich mit Jizhak, den Sara dir gebären wird um diese Zeit im nächsten Jahr.»
22 Als er nun mit ihm zu Ende geredet hatte, erhob sich Gott von Abraham.
23 Da nahm Abraham seinen Sohn Jischmaël und alle in seinem Haus Geborenen, sowie auch die um Geld Gekauften, alles Männliche unter den Leuten des Hauses Abrahams, und beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut an eben diesem Tag, so wie Gott zu ihm geredet.
24 Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, als er am Fleisch seiner Vorhaut beschnitten ward.
25 Und sein Sohn Jischmaël war dreizehn Jahre alt, als er am Fleisch seiner Vorhaut beschnitten ward.
26 An eben diesem Tag wurde Abraham und sein Sohn Jischmaël beschnitten.
27 Und alle seine Hausleute, die im Haus Geborenen und die um Geld Gekauften von den Fremdgeborenen, wurden mit ihm beschnitten.

1 So wurden vollendet der Himmel und die Erde und ihr ganzes Heer.

2 Und Gott vollendete am siebenten Tag sein Werk, das er gemacht, und er ruhte am siebenten Tag von all seinem Werk, das er gemacht.

3 Da segnete Gott den siebenten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott zu wirken geschaffen.

4 Dies ist die Entstehung des Himmels und der Erde, da sie erschaffen wurden. An dem Tag, da der Ewige, Gott, Erde und Himmel machte,

5 da war noch alles Gesträuch des Feldes nicht auf der Erde, und sproßte alles Kraut des Feldes noch nicht, denn der Ewige, Gott, hatte nicht regnen lassen auf die Erde, und ein Mensch war nicht da, um den Erdboden zu bebauen.

6 Aber ein Quellstrom stieg auf von der Erde und tränkte die ganze Fläche des Erdbodens.

7 Da bildete der Ewige, Gott, den Menschen aus Staub vom Erdboden und hauchte Lebensodem in sein Antlitz; so ward der Mensch ein lebend Wesen.

8 Und der Ewige, Gott, pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten und setzte dorthin den Menschen, den er gebildet.

9 Und der Ewige, Gott, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume sprießen, lustsam anzusehn und gut zu essen, und auch den Baum des Lebens im Garten drinnen und den Baum des Wissens um Gut und Böse.

10 Und ein Strom geht aus von Eden, um den Garten zu tränken; und von da aus teilt er sich und wird zu vier Ausläufen.

11 Der Name des einen ist Pischon, er ist es, der das ganze Land Hawila umfließt, wo es das Gold gibt.

12 Das Gold jenes Landes aber ist gut; dort ist auch das Bdelliumharz und der Schohamstein.

13 Und der Name des zweiten Stromes ist Gihon; er ist es, der das ganze Land Kusch umfließt.

14 Und der Name des dritten Stromes ist Hiddekel, er ist es, der östlich von Aschschur fließt; der vierte Strom aber ist der Perat.

15 Dann nahm der Ewige, Gott, den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn bebaue und bewache.

16 Und der Ewige, Gott, gebot dem Menschen und sprach: «Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen;

17 aber vom Baum des Wissens um Gut und Böse, von dem sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon ißt, mußt du sterben.»

18 Und der Ewige, Gott, sprach: «Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei, ich will ihm eine Hilfe machen, ihm zur Seite.»

19 Und der Ewige, Gott, bildete aus der Erde alles Getier des Feldes und alles Vogelvolk des Himmels, und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und ganz, wie der Mensch es nenne, das lebende Wesen, so sollte dessen Name sein.

20 Da benannte der Mensch Namen für alles Vieh und für das Vogelvolk des Himmels und alles Getier des Feldes; doch für den Menschen fand er keine Hilfe, ihm zur Seite.

21 Da ließ der Ewige, Gott, Betäubung auf den Menschen fallen, daß er schlief; dann nahm er eine von seinen Rippen und umschloß statt ihrer mit Fleisch.

22 Und der Ewige, Gott, baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen, zu einem Weib und brachte es zu dem Menschen.

23 Da sprach der Mensch: «Diesmal ist das Bein von meinem Bein Und Fleisch von meinem Fleisch; Die soll Ischscha heißen, Denn vom Isch ward die genommen.»

24 Darum läßt der Mann Vater und Mutter und hangt seinem Weib an, daß sie zu einem Leib werden.

25 Sie waren aber beide nackt, der Mensch und sein Weib, und sie schämten sich nicht.

1 Die Schlange aber war schlauer als alles Getier des Feldes, das der Ewige, Gott, gemacht hatte, und sie sprach zum Weib: «Hat Gott wohl gar gesagt: Eßt nicht von allen Bäumen des Gartens?»

2 Da sprach das Weib zur Schlange: «Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen,

3 doch von der Frucht des Baumes, der mitten im Garten steht, hat Gott gesagt: Davon sollt ihr nicht essen und ihn nicht berühren, sonst müßt ihr sterben.»

4 Da sprach die Schlange zum Weib: «Nimmermehr werdet ihr sterben.

5 Sondern: Gott weiß, daß am Tag, da ihr davon eßt, euch die Augen aufgehn, und ihr werdet wie Gottwesen, wissend um Gut und Böse.»

6 Da sah das Weib, daß der Baum gut zum Essen, und daß er Reiz für die Augen und lustsam anzusehen; so nahm sie von seiner Frucht und aß, und gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.

7 Da gingen ihnen beiden die Augen auf, und sie wußten, daß sie nackt waren. Und sie nähten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.

8 Da hörten sie den Hall des Ewigen, Gottes, der beim Tageswind im Garten sich erging; da verbarg sich der Mensch und sein Weib vor dem Ewigen, Gott, unter den Bäumen des Gartens.

9 Aber der Ewige, Gott, rief dem Menschen zu und sprach: «Wo bist du?»

10 Und der sprach: «Deinen Hall habe ich im Garten gehört, da scheute ich mich, weil ich nackt bin; und ich verbarg mich.»

11 Da sprach er: «Wer hat es dir gesagt, daß du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten nicht zu essen?»

12 Da sprach der Mensch: «Das Weib, das du mir zugesellt, sie gab mir von dem Baum, und ich aß.»

13 Da sprach der Ewige, Gott, zu dem Weib: «Was hast du da getan?» Da sprach das Weib: «Die Schlange hat mich verführt, und ich aß.»

14 Da sprach der Ewige, Gott, zur Schlange: «Weil du das getan, Bist du verflucht vor allem Vieh Und vor allem Getier des Feldes! Auf deinem Bauche sollst du kriechen, Und Staub sollst du fressen Alle Tage deines Lebens.

15 Und Feindschaft setze ich Zwischen dir und dem Weib Und zwischen deinem Samen und ihrem; Lauert er dir zu Häupten, Lauerst du ihm zur Ferse.»

16 Zum Weib sprach er: «Viel weite ich dein Schmerzen Und dein Schwangern: In Schmerz gebärst du Kinder. Zu deinem Gatten kehrt dein Hunger, Und er wird dich beherrschen.»

17 Und zum Menschen sprach er: «Weil du auf deines Weibes Stimme gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir geboten: Iß nicht davon, ist verflucht der Boden um deinetwillen; In Mühsal sollst du von ihm essen Alle Tage deines Lebens.

18 Und Dorn und Distel lasse er dir sprießen, Das Kraut des Feldes sollst du essen.

19 Im Schweiß von deinem Antlitz ißt du Brot, Bis du zum Boden wiederkehrst, Denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du, Und kehrst zum Staub zurück.»

20 Da nannte der Mensch sein Weib Hawwa, denn sie war die Mutter alles Lebenden .

21 Und der Ewige, Gott, machte dem Menschen und seinem Weib Röcke aus Fell und bekleidete sie.

22 Da sprach der Ewige, Gott: «Nun ist der Mensch geworden wie einer von uns, wissend um Gut und Böse; und daß er jetzt nicht seine Hand ausstreckt und auch vom Baum des Lebens nimmt und ißt und dann ewig lebt!»

23 Da jagte der Ewige, Gott, ihn hinweg aus dem Garten Eden, daß er den Erdboden bebaue, aus dem er genommen.

24 Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Kerubim lagern und die Flamme des kreisenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.

1 Der Mensch aber erkannte Hawwa, sein Weib; und sie ward schwanger und gebar Kain, und sie sprach: «Ich habe einen Mann geschaffen mit dem Ewigen!»

2 Und sie gebar abermals, seinen Bruder, den Hebel. Und Hebel war ein Schafhirt, Kain aber war ein Ackerbauer.

3 Und es war nach Ablauf einer Zeit, da brachte Kain von der Frucht des Bodens dem Ewigen eine Gabe dar.

4 Und Hebel brachte, auch er, von den Erstlingen seiner Schafe und von ihren fettesten. Da wandte sich der Ewige zu Hebel und zu seiner Gabe,

5 zu Kain aber und zu seiner Gabe wandte er sich nicht. Und es verdroß Kain sehr, und sein Antlitz sank.

6 Da sprach der Ewige zu Kain: «Warum verdrießt es dich? Und warum ist dein Angesicht gesenkt?

7 Ob du das beßre Teil erhältst, 7. Ob nicht das beßre – Zur Tür hin, Sünde, kauernd, Muß doch zu dir sein Hunger, Und du wirst ihn beherrschen.»

8 Nun sprach Kain zu seinem Bruder Hebel. Es war nun, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain wider seinen Bruder Hebel und erschlug ihn.

9 Da sprach der Ewige zu Kain: «Wo ist dein Bruder Hebel?» Der aber sprach: «Ich weiß es nicht. Bin ich meines Bruders Hüter?»

10 Da sprach er: «Was hast du getan? Horch, deines Bruders Blut schreit auf zu mir Vom Ackerboden.

11 Und nun: Verflucht bist du, Fort von dem Ackerboden, Der seinen Mund geöffnet, Um deines Bruders Blut von deiner Hand zu nehmen.

12 Wenn du den Boden baust, Wird er dir fortan seine Kraft nicht geben; Und schweifend, flüchtig wirst du sein auf Erden.»

13 Da sprach Kain zum Ewigen: «Zu groß ist meine Schuld zum Tragen!

14 Hast du mich heute ja vom Ackerboden fortgetrieben, vor deinem Angesicht muß ich mich bergen, schweifend und flüchtig soll ich sein auf Erden – und so wird jeder, der mich findet, mich erschlagen.»

15 Da sprach der Ewige zu ihm: «So soll denn, wer immer Kain erschlägt, siebenfältige Rache leiden.» Und der Ewige setzte Kain ein (Wunder-)Zeichen, daß ihn nicht erschlagen wird, wer immer ihn fände.

16 Dann ging Kain hinweg von dem Angesicht des Ewigen, und ließ sich nieder im Land Nod, östlich von Eden.

17 Und Kain erkannte sein Weib, und sie ward schwanger und gebar den Hanoch. Und er baute da eine Stadt und benannte die Stadt nach dem Namen seines Sohnes Hanoch.

18 Dem Hanoch aber wurde Irad geboren. Und Irad zeugte Mehujaël, und Mehujaël zeugte Metuschaël und Metuschaël zeugte Lemech.

19 Und Lemech nahm sich zwei Frauen; der Name der einen war Ada, und der der anderen Zilla.

20 Und Ada gebar den Jabal; dieser war der Vater derer, die im Zelt und beim Vieh weilen.

21 Und der Name seines Bruders war Jubal, er wurde der Vater aller Zither- und Flötenspieler.

22 Und Zilla gebar, auch sie, den Tubal-Kain, einen Schmied, vor allen, die Erz und Eisen bearbeiteten. Und die Schwester Tubal-Kains war Naama.

23 Und Lemech sprach zu seinen Frauen: «Ada und Zilla, hört meine Stimme, Ihr Frauen Lemechs, vernehmt meinen Spruch! Denn einen Mann erschlug ich für meine Wunde, Und einen Knaben für meine Strieme.

24 Wird Kain siebenfach gerächt, So Lemech siebenundsiebzigfach.»

25 Und Adam erkannte abermals sein Weib, und sie gebar einen Sohn und nannte ihn Schet; denn: «Gott hat mir anderen Samen gesetzt statt Hebels, weil Kain ihn erschlagen.»

26 Und Schet, auch ihm wurde ein Sohn geboren, und er nannte seinen Namen Enosch. Damals fing man an, den Namen des Ewigen anzurufen.

1 Dies ist die Schrift von den Nachkommen Adams. Am Tag, da Gott den Menschen erschuf, machte er ihn in der Gestalt Gottes.

2 Männlich und weiblich schuf er sie, und er segnete sie und nannte ihren Namen «Mensch », am Tag, da sie geschaffen wurden.

3 Dann lebte Adam hundertdreißig Jahre, da zeugte er in seiner Gestalt, nach seinem Bild, und er nannte seinen Namen Schet.

4 Dann waren die Tage Adams, nachdem er Schet gezeugt hatte, achthundert Jahre; und er zeugte Söhne und Töchter.

5 So waren alle Tage Adams, die er lebte, neunhundertdreißig Jahre, dann starb er.

6 Und Schet lebte hundertfünf Jahre, da zeugte er Enosch.

7 Dann lebte Schet, nachdem er Enosch gezeugt hatte, achthundertsieben Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

8 So waren alle Tage Schets neunhundertzwölf Jahre, dann starb er.

9 Und Enosch lebte neunzig Jahre, da zeugte er Kenan.

10 Dann lebte Enosch, nachdem er Kenan gezeugt hatte, achthundertfünfzehn Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

11 So waren alle Tage Enoschs neunhundertfünf Jahre, dann starb er.

12 Und Kenan lebte siebzig Jahre, da zeugte er Mahalal’el.

13 Dann lebte Kenan, nachdem er Mahalal’el gezeugt hatte, achthundertvierzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

14 So waren alle Tage Kenans neunhundertzehn Jahre, dann starb er.

15 Und Mahalal’el lebte fünfundsechzig Jahre, da zeugte er Jered.

16 Dann lebte Mahalal’el, nachdem er Jered gezeugt hatte, achthundertdreißig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

17 So waren alle Tage Mahalal’els achthundertfünfundneunzig Jahre, dann starb er.

18 Und Jered lebte hundertzweiundsechzig Jahre, da zeugte er Hanoch.

19 Dann lebte Jered, nachdem er Hanoch gezeugt hatte, achthundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

20 So waren alle Tage Jereds neunhundertzweiundsechzig Jahre, dann starb er.

21 Und Hanoch lebte fünfundsechzig Jahre, da zeugte er Metuschelah.

22 Dann wandelte Hanoch, nachdem er Metuschelah gezeugt hatte, mit Gott dreihundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

23 So waren alle Tage Hanochs dreihundertfünfundsechzig Jahre.

24 Und Hanoch wandelte mit Gott, und da war er nicht mehr, denn Gott hatte ihn hinweggenommen.

25 Und Metuschelah lebte hundertsiebenundachtzig Jahre, da zeugte er Lemech.

26 Dann lebte Metuschelah, nachdem er Lemech gezeugt hatte, siebenhundertzweiundachtzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

27 So waren alle Tage Metuschelahs neunhundertneunundsechzig Jahre, dann starb er.

28 Und Lemech lebte hundertzweiundachtzig Jahre, dann zeugte er einen Sohn.

29 Und er nannte seinen Namen Noah, besagend: «Dieser wird uns trösten bei unsrer Arbeit und der Mühsal unsrer Hände vom Ackerboden, den der Ewige verflucht hat.»

30 Dann lebte Lemech, nachdem er Noah gezeugt hatte, fünfhundertfünfundneunzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

31 So waren alle Tage Lemechs siebenhundertsiebenundsiebzig Jahre, dann starb er.

32 Und Noah war fünfhundert Jahre alt, da zeugte er Schem, Ham und Jefet.

27 Warum doch sprichst du, Jaakob und redest, Jisraël: ,Verborgen ist mein Wandel vor dem Ewigen und meinem Gott mein Recht entzogen.’
28 Weißt du es nicht hast du es nicht gehört: Ein Gott, allewig ist der Ewige der schuf der Erde Enden ermüdet nicht, ermattet nicht des Einsicht unergründlich.
29 Er gibt dem Müden Kraft Ohnmächtigen schafft er Stärke.
30 Da werden müd die Jungen und ermatten die Burschen brechen nieder;
31 doch die des Ewgen harren, tauschen neue Kraft sie höhn die Schwingen, Adlern gleich sie rennen, nicht ermüdend sie schreiten, ohn Ermatten.
1 Still, zu mir, Küstenlande laßt die Nationen Vollmacht neuern; laßt sie heran, daß sie dann reden zusammen wollen wir zum Rechtsstreit nahn.
2 Wer hats von Sonnenaufgang aufgeweckt den Rechtsmann sich zu Füßen herberufen gelegt vor ihn die Völker bezwungen Könige macht sie dem Staube gleich mit seinem Schwert wie Spreu verweht mit seinen Waffen?
3 Er jagt sie, und er zieht im Heil den Pfad, den man mit Füßen nie begangen.
4 Wer hats gewirkt und ausgeführt? Der rief vom Urbeginn die Ewigkeiten ich bins, der Ewige der Erste und mit den Letzten bin ich es.
5 Die Seelande, sie schauens und erschauern der Erde Enden sind in Eifer sie nahn und kommen.
6 Hilft eins dem andern und spricht zu seinem Bruder: ,Mut!’
7 Der Schnitzer festigt so den Schmelzer der mit dem Hammer glättet, den der schlägt im Schlag sagt von der Lötung: ,Gut ists,’ und festigt es mit Nägeln damits nicht wanke.
8 Du aber, Jisraël, mein Knecht Jaakob, den ich erwählt du, Same Abrahams, der mich geliebt
9 du, den ich von der Erde Enden festgefaßt aus ihren Winkeln dich berufen zu dir gesprochen: Bist mein Knecht hab dich erwählt, dich nicht verworfen.
10 Nicht fürchte, denn mit dir bin ich nicht bange, denn ich bin dein Gott. Ich kräftige dich, ja, bring dir Hilfe ja, stütze dich mit meiner Siegerrechten.
11 In Schmach und Schanden, sieh alldie sich wider dich entflammen. Sie sind wie nichts und schwinden die dir in Fehde;
12 du suchst sie, wirst sie nimmer finden die dir im Streit wie nichts und null so werden die dir im Kampf.
13 Denn ich, der Ewige, dein Gott faß fest deine Rechte der zu dir spricht: Nicht fürchte ich helfe dir.
14 Nicht fürchte, Würmchen Jaakob ihr Menschlein Jisraëls! Ich helf dir, ist des Ewgen Spruch und dein Erlöser ist der Heilge Jisraëls.
15 Sieh an, ich mache dich zum Drescherschlitten neu, vielschneidig; wirst Berge dreschen und zermahlen und Höhen machen wie Spreu.
16 Du worfelst sie Wind rafft sie auf und Sturm zerstiebt sie; und du jauchzt auf im Ewigen berühmst dich mit dem Heilgen Jisraëls.

1 Und nun so spricht der Ewige dein Schöpfer, Jaakob dein Bildner, Jisraël: Nicht fürchte denn ich löse dich ich rufe dich bei Namen mein bist du!

2 Wenn du durch Wasser schreitest bin ich bei dir; und durch die Ströme daß sie dich nicht verfluten; gehst du durch Feuer wirst du nicht gebrannt und Flamme sengt dich nicht.

3 Denn ich, der Ewge, bin dein Gott der Heilge Jisraëls dein Retter; ich geb Mizraim hin als deine Lösung und Kusch, Seba an deiner Statt.

4 Weil teuer du in meinen Augen geehrt, und ich dich liebe so geb ich Menschen hin an deiner Statt und Völker für dein Leben.

5 Nicht fürchte! Denn mit dir bin ich. Vom Osten bring ich deinen Samen und aus dem Westen hol ich dich zusammen;

6 ich sprech zum Norden: Gib! Zum Süden: Halte nicht zurück! Laß meine Söhne kommen aus der Ferne und meine Töchter von der Erde Ende

7 allwas mit meinem Namen sich benennt. Zu meiner Ehre hab ich es geschaffen gebildet, ja gemacht.

8 Hervor das Volk blind, hats auch Augen taub, haben sie auch Ohren:

9 Die Völker alle sind versammelt vereinet die Nationen; wer unter ihnen tat dies kund ließ Früheres uns hören? Laßt ihre Zeugen sie gestellen und sich bewähren auf daß man sage: ,Wahr ists!’

10 Ihr seid mir Zeugen ist des Ewgen Spruch und Knecht mein, den ich auserwählt daß ihr erkennet und mir glaubt einseht, daß ich es bin; vor mir war nie ein Gott gebildet und nach mir wird da keiner sein.

11 Ich, ich bin es, der Ewige und außer mir kein Retter.

1 WAS werden wir nun sagen, was unser Vorvater Abraham nach Fleisch erlangte?
2 Denn wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt wurde, so hat er Ruhm, aber nicht vor Gott!
3 Denn was sagt die Schrift? «Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm angerechnet zur Gerechtigkeit!»
4 Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht zugerechnet nach Gnade, sondern nach Schuldigkeit!
5 Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, aber an Den glaubt, der den Gottlosen gerecht erklärt, dem wird sein Glaube zur Gerechtigkeit angerechnet,
6 gleichwie auch David die Glückseligkeit des Menschen aussagt, dem Gott die Gerechtigkeit ohne Werke anrechnet.
7 «Glückseligkeiten denen, deren Gesetzlosigkeiten vergeben und denen die Sünden bedeckt sind.
8 Glückselig der Mann, welchem der Herr Sünde keinesfalls anrechnet!»
9 Diese Glückseligpreisung, (geht sie) nun auf die Beschneidung oder auch auf die Vorhaut? Denn wir sagen: Es sei dem Abraham der Glaube zur Gerechtigkeit angerechnet worden.
10 Wie wurde er nun angerechnet? Da er in Beschneidung war oder in Vorhaut? Nicht in Beschneidung, sondern in Vorhaut.
11 Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er in der Vorhaut hatte, auf daß er ein Vater wäre aller der Glaubenden trotz Vorhaut, damit auch ihnen die Gerechtigkeit zugerechnet werde,
12 und ein Vater der Beschneidung, denen nicht nur aus Beschneidung, sondern auch denen, die da wandeln in den Fußstapfen des Glaubens in Vorhaut unsers Vaters Abraham!
13 Denn nicht durch Gesetz wurde dem Abraham und seinem Samen die Verheißung, daß er ein Erbe der Welt sei, sondern durch Gerechtigkeit des Glaubens!
14 Denn wenn die aus dem Gesetz Erben sind, ist der Glaube nichtig geworden, und die Verheißung ist aufgehoben!
15 Denn das Gesetz bewirkt Zorn; denn wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung!
16 Darum ist dieses aus Glauben, damit es in Gnaden sei, damit die Verheißung allem Samen befestigt sei, nicht allein für den, der aus dem Gesetz ist, sondern auch für den, der aus Glauben Abrahams ist, welcher unser aller Vater ist,
17 gleichwie geschrieben steht: «Ich habe dich zu einem Vater vieler Völker eingesetzt», gegenüber dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft wie Seiendes;
18 der von Hoffnung hinaus über Hoffnung glaubte, damit er ein Vater vieler Völker werde nach dem Gesprochenen: «Also wird dein Same sein!»
19 Und da er nicht kraftlos war im Glauben, betrachtete er seinen schon erstorbenen Leib, obwohl er fast ein Hundertjähriger war, und das Erstorbensein der Mutter Sarah,
20 aber an der Verheißung Gottes ließ er sich nicht durch Unglauben irre machen, sondern er wurde stark im Glauben, gab Gott die Ehre!
21 Und er war völlig gewiß, daß, was Er verheißen hat, Er auch zu tun vermag.
22 Darum wurde es ihm auch zur Gerechtigkeit angerechnet.
23 Es wurde aber nicht allein seinetwegen geschrieben, daß es ihm angerechnet wurde,
24 sondern auch unsertwegen, denen es angerechnet werden soll, denen, die da glauben an Den, der Jeschua unsern Herrn aus Toten auferweckt hat,
25 welcher dahingegeben wurde wegen unserer Übertretungen und auferweckt wurde wegen unserer Gerechtigkeit.

15 WELCHER ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung!

16 Denn in Ihm ist das Gesamte erschaffen worden in den Himmeln und auf der Erde, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften, es seien Fürstentümer oder Gewalten; das Gesamte ist durch Ihn und zu Ihm hin erschaffen worden.

17 Und Er ist vor allem, und das Gesamte besteht in Ihm.

1 VIELTEILIG und vielartig hat Gott vor alter Zeit zu den Vätern in den Propheten geredet;

2 am Ende dieser Tage hat Er zu uns im Sohne geredet, welchen Er zum Erben von allem eingesetzt hat, durch den Er auch die Weltzeiten gemacht hat;

3 welcher, der da ist Ausstrahlung der Herrlichkeit und Charakter Seines Wesens, der da auch trägt die Gesamtheiten mit dem Ausspruche Seiner Macht; nachdem die Reinigung der Sünden vollbracht, hat Er Sich gesetzt zur Rechten der Majestät in den Höhen.

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