Schemot (“Namen”)

Schemot
("Namen")

Tag 1 - 1:1-17 (17 p'sukim)

Der Sklavendienst Israels in Ägypten

1 Und dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten gekommen waren; sie kamen mit Jakob, jeder mit seinem Haus:

2 Ruben, Simeon, Levi und Juda;

3 Issaschar, Sebulon und Benjamin;

4 Dan und Naphtali, Gad und Asser.

5 Und die ganze Nachkommenschaft Jakobs betrug damals 70 Seelen. Joseph aber war schon [vorher] in Ägypten.

6 Und Joseph starb und alle seine Brüder und jene ganze Generation.

7 Aber die Kinder Israels waren fruchtbar, regten und mehrten sich und wurden so zahlreich, dass das Land von ihnen voll wurde.

8 Da kam ein neuer König auf über Ägypten, der nichts von Joseph wusste.

9 Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Kinder Israels ist zahlreicher und stärker als wir.

10 Wohlan, lasst uns kluge Maßnahmen gegen sie ergreifen, dass sie nicht zu viele werden; sie könnten sonst, wenn sich ein Krieg erhebt, womöglich zu unseren Feinden übergehen und gegen uns kämpfen und aus dem Land ziehen!

11 Darum setzte man Sklaventreiber über sie, um sie durch Lasten zu bedrücken; und sie bauten dem Pharao die Vorratsstädte Pitom und Ramses.

12 Je mehr sie aber [das Volk] bedrückten, desto zahlreicher wurde es, und desto mehr breitete es sich aus, sodass ihnen vor den Kindern Israels graute.

13 Darum zwangen die Ägypter die Kinder Israels mit Gewalt zum Dienst,

14 und sie machten ihnen das Leben bitter mit harter Zwangsarbeit an Lehm und Ziegeln und mit allerlei Feldarbeit, lauter Arbeiten, zu denen man sie mit Gewalt zwang.

15 Und der König von Ägypten redete mit den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schiphra, die andere Pua hieß,

16 und er sprach: Wenn ihr die Hebräerinnen entbindet, so seht auf der Stelle nach; wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn, ist es aber eine Tochter, so lasst sie leben!

17 Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, was ihnen der König von Ägypten befohlen hatte, sondern sie ließen die Knaben leben.

Tag 2 - 1:18 - 2:10 (15 p'sukim)

18 Da ließ der König von Ägypten die Hebammen rufen und fragte sie: Warum tut ihr das, dass ihr die Knaben leben lasst?

19 Da antworteten die Hebammen dem Pharao: Nun, die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen; sie sind lebhafter; ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren!

20 Und Gott segnete die Hebammen; das Volk aber vermehrte sich und nahm gewaltig zu.

21 Und es geschah, weil die Hebammen Gott fürchteten, baute er ihnen Häuser.

22 Da gebot der Pharao seinem ganzen Volk und sprach: Werft alle Söhne, die [ihnen] geboren werden, in den Nil; aber alle Töchter lasst leben!

Moses Geburt und Bewahrung

1 Und ein Mann aus dem Haus Levi ging hin und nahm eine Tochter Levis zur Frau.

2 Und die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und als sie sah, dass er schön war, verbarg sie ihn drei Monate lang.

3 Als sie ihn aber nicht länger verbergen konnte, nahm sie ein Kästchenaus Schilfrohr und bestrich es mit Asphalt und Pech und legte das Kind hinein; und sie legte es in das Schilf am Ufer des Nils.

4 Aber seine Schwester stellte sich in einiger Entfernung auf, um zu erfahren, wie es ihm ergehen würde.

5 Da kam die Tochter des Pharao herab, um im Nil zu baden, und ihre Jungfrauen gingen an das Ufer des Nils; und als sie das Kästchen mitten im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen.

6 Und als sie es öffnete, sah sie das Kind. Und siehe, es war ein weinendes Knäblein! Da erbarmte sie sich über es und sprach: Es ist eines der hebräischen Kinder!

7 Da sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und eine hebräische Amme rufen, damit sie dir das Kindlein stillt?

8 Und die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Geh hin! Da ging die Jungfrau hin und rief die Mutter des Kindes.

9 Da sprach die Tochter des Pharao zu ihr: Nimm das Kindlein mit und stille es mir; ich will dir deinen Lohn geben! Da nahm die Frau das Kind zu sich und stillte es.

10 Und als das Kind groß geworden war, da brachte sie es der Tochter des Pharao, und es wurde ihr Sohn, und sie gab ihm den Namen Mose. Denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.

Tag 3 - 2:11-25 (15 p'sukim)

Moses Flucht nach Midian

11 Es geschah aber zu der Zeit, als Mose erwachsen geworden war, da ging er hinaus zu seinen Brüdern und sah ihre Lasten; und er sah, dass ein Ägypter einen Hebräer schlug, einen seiner Brüder.

12 Da schaute er sich nach allen Seiten um, und als er sah, dass kein Mensch anwesend war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.

13 Am zweiten Tag ging er auch hinaus, und siehe, zwei hebräische Männer stritten miteinander, und er sprach zu dem Schuldigen: Warum schlägst du deinen Nächsten?

14 Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten und Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch töten, wie du den Ägypter getötet hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Wahrlich, die Sache ist bekannt geworden!

15 Und es kam vor den Pharao, und der trachtete danach, Mose umzubringen. Aber Mose floh vor dem Pharao und hielt sich im Land Midian auf. Und er setzte sich an einen Brunnen.

16 Aber der Priester in Midian hatte sieben Töchter; die kamen, um Wasser zu schöpfen, und füllten die Tränkrinnen, um die Schafe ihres Vaters zu tränken.

17 Da kamen Hirten und jagten sie fort. Aber Mose erhob sich und kam ihnen zu Hilfe und tränkte ihre Schafe.

18 Und als sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Warum seid ihr heute so bald wiedergekommen?

19 Sie sprachen: Ein ägyptischer Mann hat uns aus der Hand der Hirten gerettet, und er schöpfte uns auch Wasser genug und tränkte die Schafe!

20 Er sprach zu seinen Töchtern: Und wo ist er? Warum habt ihr den Mann dort gelassen? Ruft ihn her, dass er [mit uns] Brot isst!

21 Und Mose willigte ein, bei dem Mann zu bleiben; und der gab Mose seine Tochter Zippora zur Frau.

22 Und sie gebar einen Sohn, dem gab er den Namen Gersom; denn er sprach: Ich bin ein Fremdling geworden in einem fremden Land!

23 Aber viele Tage danach geschah es, dass der König von Ägypten starb. Und die Kinder Israels seufzten über ihre Knechtschaft und schrien. Und ihr Geschrei über ihre Knechtschaft kam vor Gott.

24 Und Gott erhörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob.

25 Und Gott sah auf die Kinder Israels, und Gott nahm sich ihrer an.

Tag 4 - 3:1-15 (15 p'sukim)

Der brennende Busch. Moses Berufung

1 Mose aber hütete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian. Und er trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.

2 Da erschien ihm der Engel des Herrn in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. Und als er hinsah, siehe, da brannte der Dornbusch im Feuer, und der Dornbusch wurde doch nicht verzehrt.

3 Da sprach Mose: Ich will doch hinzutreten und diese große Erscheinung ansehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt!

4 Als aber der Herr sah, dass er hinzutrat, um zu schauen, rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich!

5 Da sprach er: Tritt nicht näher heran! Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliges Land!

6 Und er sprach: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs! Da verbarg Mose sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.

7 Und der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten sehr wohl gesehen, und ich habe ihr Geschrei gehört über die, welche sie antreiben; ja, ich kenne ihre Schmerzen.

8 Und ich bin herabgekommen, um sie zu erretten aus der Hand der Ägypter und sie aus diesem Land zu führen in ein gutes und weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließt, an den Ort der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Pheresiter, Hewiter und Jebusiter.

9 Und nun siehe, das Geschrei der Kinder Israels ist vor mich gekommen, und ich habe auch ihre Bedrängnis gesehen, wie die Ägypter sie bedrücken.

10 So geh nun hin! Denn ich will dich zu dem Pharao senden, damit du mein Volk, die Kinder Israels, aus Ägypten führst!

11 Mose aber sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und dass ich die Kinder Israels aus Ägypten führen sollte?

12 Da sprach er: Ich will mit dir sein; und dies soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr an diesem Berg Gott dienen!

Gottes Selbstoffenbarung und Auftrag an Mose

13 Und Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israels komme und zu ihnen sage: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mich fragen werden: Was ist sein Name? — was soll ich ihnen sagen?

14 Gott sprach zu Mose: »Ich bin, der ich bin!« Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: »Ich bin«, der hat mich zu euch gesandt.

15 Und weiter sprach Gott zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt; das ist mein Name ewiglich, ja, das ist der Name, mit dem ihr an mich gedenken solltvon Geschlecht zu Geschlecht.

Tag 5 - 3:16 - 4:17 (24 p'sukim)

16 Geh hin und versammle die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, ist mir erschienen und hat gesagt: Ich habe genau achtgegeben auf euch und auf das, was euch in Ägypten geschehen ist,

17 und ich habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens herausführen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Pheresiter, Hewiter und Jebusiter, in das Land, in dem Milch und Honig fließt.

18 Und wenn sie auf dich hören, so sollst du und die Ältesten von Israel zum König von Ägypten hineingehen und zu ihm sagen: Der Herr, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. So lass uns nun drei Tagereisen weit in die Wüste gehen, damit wir dem Herrn, unserem Gott, Opfer darbringen!

19 Aber ich weiß, dass euch der König von Ägypten nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand.

20 Aber ich werde meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit allen meinen Wundertaten, die ich in seiner Mitte tun will; danach wird er euch ziehen lassen.

21 Und ich will diesem Volk Gunst verschaffen bei den Ägyptern, sodass ihr nicht leer ausziehen müsst, wenn ihr auszieht;

22 sondern die Frau eines jeden [von euch] soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin silberne und goldene Geräte und Kleider fordern; die sollt ihr euren Söhnen und Töchtern geben und Ägypten berauben.

Moses Widerstreben gegen Gottes Auftrag

1 Und Mose antwortete und sprach: Aber siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern sagen: Der Herr ist dir nicht erschienen!

2 Da sprach der Herr zu ihm: Was hast du in deiner Hand? Er antwortete: Einen Stab!

3 Da sprach er: Wirf ihn auf die Erde! Und er warf ihn auf die Erde; da wurde er zu einer Schlange. Und Mose floh vor ihr.

4 Aber der Herr sprach zu Mose: »Strecke deine Hand aus und ergreife sie beim Schwanz!« Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie. Und sie wurde zum Stab in seiner Hand.

5 »Darum werden sie glauben, dass der Herr dir erschienen ist, der Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.«

6 Und der Herr sprach weiter zu ihm: »Stecke doch deine Hand in deinen Gewandbausch!« Da steckte er seine Hand in seinen Gewandbausch; und als er sie herauszog, siehe, da war seine Hand aussätzig wie Schnee.

7 Und er sprach: »Stecke deine Hand wieder in deinen Gewandbausch!« Und er steckte seine Hand wieder in seinen Gewandbausch; und als er sie aus seinem Gewandbausch herauszog, siehe, da war sie wieder geworden wie sein [übriges] Fleisch.

8 »Wenn sie dir nun nicht glauben und nicht auf die Botschaft des ersten Zeichens hören, so werden sie doch der Botschaft des zweiten Zeichens glauben.

9 Wenn sie aber auch diesen beiden Zeichen nicht glauben und nicht auf deine Stimme hören, so nimm Wasser aus dem Nil und gieße es auf das trockene Land; so wird das Wasser, das du aus dem Nil genommen hast, auf dem trockenen Land zu Blut werden.«

10 Mose aber sprach zum Herrn: Ach mein Herr, ich bin kein Mann, der reden kann; ich bin es von jeher nicht gewesen, und bin es auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht geredet hast; denn ich habe einen schwerfälligen Mund und eine schwere Zunge!

11 Da sprach der Herr zu ihm: »Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht ihn stumm oder taub oder sehend oder blind? Bin ich es nicht, der Herr?

12 So geh nun hin: Ich will mit deinem Mund sein und dich lehren, was du sagen sollst!«

13 Da erwiderte Mose: Ach, Herr! Sende doch, wen du senden willst!

14 Da wurde der Herr sehr zornig über Mose und sprach: »Weiß ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron, der Levit, gut reden kann? Und siehe, er zieht dir entgegen, und wenn er dich sieht, so wird er sich von Herzen freuen.

15 Du sollst zu ihm reden und ihm die Worte in den Mund legen; so will ich mit deinem Mund und mit seinem Mund sein und euch lehren, was ihr tun sollt.

16 Und er soll für dich zum Volk reden, und so wird er dein Mund sein, und du sollst für ihn an Gottes Stelle sein.

17 Und nimm diesen Stab in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst!«

Tag 6 - 4:18-31 (14 p'sukim)

Mose kehrt nach Ägypten zurück

18 Da ging Mose hin und kam zurück zu Jethro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Lass mich doch gehen und zu meinen Brüdern zurückkehren, die in Ägypten sind, und sehen, ob sie noch leben! Und Jethro sprach zu Mose: Geh hin in Frieden!

19 Und der Herr sprach zu Mose in Midian: Geh nach Ägypten zurück; denn die Leute sind alle tot, die nach deinem Leben trachteten!

20 So nahm Mose seine Frau und seine Söhne und ließ sie auf einem Esel reiten und zog wieder in das Land Ägypten. Mose nahm auch den Stab Gottes in seine Hand.

21 Und der Herr sprach zu Mose: Wenn du wieder nach Ägypten kommst, so achte darauf, dass du vor dem Pharao all die Wunder tust, die ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, dass er das Volk nicht ziehen lassen wird.

22 Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der Herr: »Israel ist mein erstgeborener Sohn;

23 darum sage ich dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mir dient; wenn du dich aber weigern wirst, ihn ziehen zu lassen, siehe, so werde ich deinen eigenen erstgeborenen Sohn umbringen!«

24 Es geschah aber, als er unterwegs in der Herberge war, da trat ihm der Herr entgegen und wollte ihn töten.

25 Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und warf sie ihm vor die Füße und sprach: Fürwahr, du bist mir ein Blutbräutigam!

26 Da ließ Er von ihm ab. Sie sagte aber »Blutbräutigam« wegen der Beschneidung.

27 Und der Herr sprach zu Aaron: Geh hin, Mose entgegen in die Wüste! Da ging er hin und traf ihn am Berg Gottes und küsste ihn.

28 Und Mose verkündete Aaron alle Worte des Herrn, der ihn gesandt hatte, auch alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.

29 Da gingen Mose und Aaron hin und versammelten alle Ältesten der Kinder Israels.

30 Und Aaron redete alle Worte, die der Herr zu Mose gesprochen hatte; und er tat die Zeichen vor den Augen des Volkes.

31 Da glaubte das Volk. Und als sie hörten, dass der Herr sich der Kinder Israels angenommen und ihr Elend angesehen habe, da neigten sie sich und beteten an.

Schabbat - 5:1 - 6:1 (24 p'sukim)

Mose und Aaron vor dem Pharao

1 Danach gingen Mose und Aaron hinein und sagten zu dem Pharao: So spricht der Herr, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, damit es mir in der Wüste ein Fest hält!

2 Der Pharao antwortete: Wer ist der Herr, dass ich auf seine Stimme hören sollte, um Israel ziehen zu lassen? Ich kenne den Herrn nicht, und ich will Israel auch nicht ziehen lassen!

3 Und sie sprachen: Der Gott der Hebräer ist uns begegnet; wir wollen drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen und dem Herrn, unserem Gott, Opfer darbringen, damit er uns nicht mit der Pest oder mit dem Schwert schlägt!

4 Da sprach der König von Ägypten zu ihnen: Mose und Aaron, warum zieht ihr das Volk von ihren Pflichten ab? Geht hin an eure Lasten!

5 Weiter sprach der Pharao: Siehe, es ist schon zu viel Volk im Land; und ihr wollt sie noch von ihren Lasten [ausruhen und] feiern lassen?

6 Und der Pharao gab an demselben Tag den Treibern des Volkes und seinen Aufsehern Befehl und sprach:

7 Ihr sollt dem Volk kein Stroh mehr geben zum Ziegelstreichen wie gestern und vorgestern. Lasst sie selbst hingehen und sich Stroh zusammensuchen!

8 Ihr sollt ihnen aber dennoch die bestimmte Zahl Ziegel auferlegen, die sie gestern und vorgestern gemacht haben, und davon nichts nachlassen; denn sie sind faul. Darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hingehen und unserem Gott Opfer darbringen!

9 Schwer soll die Arbeit auf den Leuten lasten, sodass sie damit zu schaffen haben und nicht auf trügerische Worte achten!

10 Da gingen die Treiber des Volkes und seine Aufseher hinaus, redeten mit dem Volk und sprachen: So spricht der Pharao: »Ich gebe euch kein Stroh mehr;

11 geht ihr selbst hin, holt euch Stroh, wo ihr es findet, aber von eurem Tagewerk wird euch nichts erlassen!«

12 Da zerstreute sich das Volk im ganzen Land Ägypten, um Stoppeln zu sammeln, damit sie gehacktes Stroh hätten.

13 Und die Treiber trieben sie an und sprachen: Erfüllt euer bestimmtes Tagewerk, wie [zuvor], als ihr noch Stroh hattet!

14 Und die Aufseher der Kinder Israels, welche die Treiber des Pharao über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und es wurde zu ihnen gesagt: Warum habt ihr weder heute noch gestern euer Maß an Ziegeln erfüllt wie zuvor?

15 Da gingen die Aufseher der Kinder Israels hinein und schrien zu dem Pharao und sprachen: Warum behandelst du deine Knechte so?

16 Man gibt deinen Knechten kein Stroh und spricht zu uns: Macht die Ziegel! Und siehe, deine Knechte werden geschlagen; dein Volk versündigt sich!

17 Er aber sprach: Ihr seid faul, faul seid ihr! Darum sprecht ihr: Wir wollen hingehen und dem Herrn Opfer darbringen!

18 So geht nun hin, arbeitet; Stroh soll man euch nicht geben, aber die bestimmte Anzahl Ziegel sollt ihr liefern!

19 Da sahen die Aufseher der Kinder Israels, dass es mit ihnen schlimm stand, weil man sagte: Ihr sollt nichts nachlassen von der Zahl der Ziegel, die ihr täglich zu liefern habt!

20 Und als sie von dem Pharao hinausgingen, trafen sie Mose und Aaron an, die dort standen und auf sie warteten.

21 Da sprachen sie zu ihnen: Der Herr sehe auf euch und richte es, dass ihr uns verhasst gemacht habt vor dem Pharao und seinen Knechten und ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, um uns zu töten!

22 Da wandte sich Mose an den Herrn und sprach: Herr, warum lässt du dein Volk so schlecht behandeln? Warum hast du mich hergesandt?

23 Denn seitdem ich hineingegangen bin zum Pharao, um in deinem Namen zu reden, hat er dieses Volk schlecht behandelt, und du hast dein Volk gar nicht errettet!

1 Da sprach der Herr zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao tun will! Denn durch eine starke Hand gezwungen wird er sie ziehen lassen, und durch eine starke Hand gezwungen wird er sie aus seinem Land treiben.

13 Dann sandte der König Schelomo und ließ Hiram von Zor holen.

14 Sohn einer Witfrau aus dem Stamm Naftali war er, und sein Vater war ein Mann aus Zor, ein Erzschmied, und er war voll von Wissen, Einsicht und Verständnis, jegliche Arbeit in Erz zu machen; und er kam zum König Schelomo und machte all seine Arbeit.

15 Und er formte die beiden Säulen aus Erz, achtzehn Ellen die Höhe der einen Säule, und ein Faden von zwölf Ellen ummißt die zweite Säule.

16 Und zwei Krönungen machte er, auf die Spitzen der Säulen zu setzen, gegossen aus Erz, fünf Ellen die Höhe der einen Krönung und fünf Ellen die Höhe der zweiten Krönung.

17 Gitter in Gitterarbeit, Schnüre in Kettenarbeit für die Krönungen, die auf die Spitze der Säulen kamen, sieben für die eine Krönung und sieben für die zweite Krönung.

18 Und er fertigte die Säulen an: Zwei Reihen (von Granaten) ringsum auf dem einen Gitter, um die Krönungen an der Spitze mit den Granaten zu bedecken, und ebenso machte er es für die zweite Krönung.

19 Und die Krönungen an der Spitze der Säulen waren wie Blumen gemacht, in der Halle, vier Ellen.

20 Und die Krönungen auf den beiden Säulen waren auch oberhalb, gleichlaufend der Ausbauchung, die nach der Seite des Gitters ging. Und der Granaten waren zweihundert, in Reihen ringsum, (und so auch) auf der zweiten Krönung.

21 Und er stellte die Säulen für die Halle des Tempels auf: Er stellte die rechte Säule auf und nannte sie Jachin, und stellte die linke Säule auf und nannte sie Boas.

22 Und zuoberst der Säulen war es wie Blumen gemacht. Dann war die Arbeit der Säulen beendet.

23 Und er machte das «Meer», gegossen, zehn Ellen von Rand zu Rand kreisrund, und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen ummißt es ringsum.

24 Und Knospen unterhalb seines Randes ringsum umgaben es, zehn Ellen, umschlangen das Meer ringsum, in zwei Reihen waren die Knospen, mitgegossen bei seinem Guß.

25 Es stand auf zwölf Rindern; drei nach Norden gewendet, drei nach Westen gewendet, drei nach Süden gewendet und drei nach Osten gewendet; und das Meer auf ihnen obenauf, all ihre Hinterteile aber einwärts.

26 Und seine Dicke war eine Handbreite und sein Rand wie ein Becherrand gemacht, als Blumenblüte; zweitausend Bat faßte es.

27 Und er machte die (Fahr-)Gestelle zehn von Erz, vier Ellen die Länge des einen Gestells, vier Ellen die Breite und drei Ellen die Höhe.

28 Und dies war die Machart der Gestelle: Fülleisten hatten sie, und Fülleisten zwischen den Eckleisten.

29 Und auf den Fülleisten zwischen den Eckleisten waren Löwen, Rinder und Kerubim, und auf den Eckleisten oben war ein Untersatz, und unterhalb der Löwen und der Rinder Kränze, als Gehänge gemacht.

30 Und vier Räder von Erz hatte jedes Gestell und Achsen von Erz, und ihre vier Fußecken hatten Schulterwände, unterhalb des Beckens waren so die Schulterwände gegossen, zu jeder Seite Kränze.

31 Und ihre Mundöffnung war innerhalb der Krönung und obenauf eine Elle, und ihre Öffnung war rund, als Untersatz gemacht, eine und eine halbe Elle; und auch an ihrer Öffnung waren Ausschlagungen, ihre Fülleisten aber waren viereckig, nicht rund.

32 Und die vier Räder waren unterhalb der Fülleisten, und die Seitenleisten der Räder waren an dem Gestell, und die Höhe jedes Rades war eine und eine halbe Elle.

33 Und die Räder waren gleich der Arbeit eines Wagenrades gearbeitet, ihre Seitenleisten, ihre Felgen, ihre Speichen und ihre Naben, alles gegossen.

34 Und vier Schulterwände an den vier Winkeln jedes Gestells, aus dem Gestell waren seine Schulterwände.

35 Und am Oberstück des Gestells war eine halbe Elle hoch kreisrund, und an dem Oberstück des Gestells waren ihre Seitenleisten und Fülleisten aus ihm.

36 Und er grub ein auf den Brettern, ihren Seitenleisten und auf ihren Fülleisten Kerubim, Löwen und Palmen nach dem Freiraum eines jeden und Kränze ringsum.

37 Derart machte er die zehn Gestelle, einerlei Guß, einerlei Maß, einerlei Schnitt für sie alle.

38 Und er machte zehn Becken von Erz, vierzig Bat faßte jedes Becken, vier Ellen jedes Becken, je ein Becken auf je ein Gestell für die zehn Gestelle.

39 Und er tat von den Gestellen fünf an die Flanke des Hauses rechts und fünf an die Flanke des Hauses links; und das Meer tat er von der rechten Flanke des Hauses nach Osten zu, nahe der Südseite.

40 Und Hiram machte die Becken und die Schaufeln und die Sprengbecken. So war Hiram damit fertig, das ganze Werk zu machen, das er dem König Schelomo im Haus des Ewigen gemacht.

41 Säulen zwei und Kugeln der Krönungen an der Spitze der Säulen zwei, die Gitter zwei, die beiden Kugeln der Krönung an der Spitze der Säulen zu bedecken.

42 Und die Granaten, vierhundert, für die zwei Gitter, zwei Reihen Granaten für je ein Gitter, die beiden Kugeln der Krönungen vorn an den Säulen zu bedecken.

43 Und die Gestelle zehn, die Becken zehn auf die Gestelle.

44 Und das «Meer», eins, und die Rinder zwölf, unter dem «Meer».

45 Und die Töpfe, die Schaufeln und die Sprengbecken, und alle diese Geräte, die Hiram dem König Schelomo für das Haus des Ewigen machte, aus geglättetem Erz.

46 Im Rund des Jardens ließ sie der König gießen, bei der Schwelle von ha-Adama zwischen Sukkot und Zaretan.

47 Und Schelomo ließ alle Geräte in übergroßer Menge hinlegen, es wurde das Gewicht des Erzes nicht festgestellt.

48 Und Schelomo ließ alle Geräte machen, die zum Haus des Ewigen gehörten: Den goldenen Altar und den Tisch, auf den das Vorlegebrot kam, aus Gold.

49 Und die Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken vor dem Innenraum, aus massigem Gold, das Blumenwerk, die Lampen und die Scheren aus Gold.

50 Und die Näpfe, Messer, Sprengbecken, Löffel und Pfannen aus massigem Gold, und die Angeln für die Türen des innern Hauses, des Hochheiligen, für die Türen des Hauses zum Tempel, aus Gold.

11 Das Fundament ist bereits gelegt, und niemand kann je ein anderes legen. Dieses Fundament ist Jesus Christus.

12 Wie nun aber jemand darauf weiterbaut – ob mit Gold, Silber, Edelsteinen, Holz, Schilfrohr oder Stroh – ,

13 das wird nicht verborgen bleiben; der Tag des Gerichts wird bei jedem ans Licht bringen, welches Material er verwendet hat. Denn im Feuer des Gerichts wird das Werk jedes Einzelnen auf seine Qualität geprüft werden.

14 Wenn das, was jemand auf dem Fundament aufgebaut hat, ´die Feuerprobe` besteht, wird ´Gott` ihn belohnen.

15 Wenn es jedoch verbrennt, wird er seinen Lohn verlieren. Er selbst wird zwar gerettet werden, aber nur wie einer, der im letzten Augenblick aus dem Feuer gerissen wird.

16 Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel Gottes seid und dass Gottes Geist in eurer Mitte wohnt?

17 Wer den Tempel Gottes zerstört, zerstört sich damit selbst, weil er Gottes Gericht über sich bringt. Denn Gottes Tempel ist heilig, und dieser heilige Tempel seid ihr.

18 Niemand soll sich selbst etwas vormachen! Wenn einer von euch meint, er gehöre zu den Klugen dieser Welt, muss er erst einmal begreifen, dass seine Klugheit Torheit ist; nur so wird er wirklich klug.

6 Denkt daran: Wer wenig sät, wird auch wenig ernten. Und wer reichlich sät, wird reichlich ernten.

7 Jeder soll für sich selbst entscheiden, wie viel er geben möchte, und soll den Betrag dann ohne Bedauern und ohne Widerstreben spenden. Gott liebt den, der fröhlich gibt.

8 Er hat die Macht, euch mit all seiner Gnade zu überschütten, damit ihr in jeder Hinsicht und zu jeder Zeit alles habt, was ihr zum Leben braucht, und damit ihr sogar noch auf die verschiedenste Weise Gutes tun könnt.

9 In der Schrift heißt es ja ´von dem, der in Ehrfurcht vor Gott lebt`: »Er teilt mit vollen Händen aus und beschenkt die Bedürftigen; das Gute, das er tut, hat für immer Bestand.«

10 Derselbe ´Gott`, der dafür sorgt, dass es dem Bauern nicht an Saat zum Aussäen fehlt und dass es Brot zu essen gibt, der wird auch euch mit Samen für die Aussaat versehen und dafür sorgen, dass sich die ausgestreute Saat vermehrt und dass das Gute, das ihr tut, Früchte trägt.

11 Er wird euch in jeder Hinsicht so reich beschenken, dass ihr jederzeit großzügig und uneigennützig geben könnt. Und wenn wir dann eure Spende überbringen, werden die, die sie empfangen, Gott danken.

Schemot
("Namen")

Tag 1 - 35:1-20 (20 p'sukim)

1 Und Mosche versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Jisraël und sprach zu ihnen: «Dies sind die Dinge, die der Ewige zu tun befohlen:

2 Sechs Tage soll Arbeit verrichtet werden, am siebenten Tag aber sei euch ein Heiliges, ein Sabbat vollkommener Ruhe, dem Ewigen; jeder, der an ihm Arbeit verrichtet, soll getötet werden.

3 Ihr sollt kein Feuer anzünden in allen euren Wohnsitzen am Sabbattag.»

4 Und Mosche sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Jisraël: «Dies ist es, was der Ewige befohlen hat:

5 Bringt von euch eine Hebegabe für den Ewigen! Jeder Edelmütige möge sie bringen, die Hebegabe für den Ewigen: Gold und Silber und Kupfer,

6 und blauen und roten Purpur und Karmesin, Byssus und Ziegenhaare,

7 und rotgegerbte Widderfelle, Tahaschfelle und Akazienholz,

8 und Öl zur Beleuchtung und Gewürze zum Salböl und zum Räucherwerk der Spezereien,

9 und Schohamsteine und Steine zum Einsetzen für das Efod und für den Brustschild.

10 Und alle Verständigen unter euch sollen kommen und verfertigen alles, was der Ewige befohlen hat:

11 Die Wohnung, ihr Zelt und ihre Decke, ihre Spangen und ihre Bretter, ihre Querhölzer, ihre Säulen und Sockel.

12 Die Lade und ihre Stangen, die Kapporet und den Verhang des Vorhangs,

13 den Tisch und seine Stangen und alle seine Geräte und die Vorlegebrote.

14 Und den Leuchter zur Beleuchtung und seine Geräte und seine Lampen und das Öl der Beleuchtung;

15 und den Räucheraltar und seine Stangen, das Salböl und das Räucherwerk der Spezereien, sowie den Vorhang des Eingangs, für den Eingang der Wohnung,

16 und den Hochopferaltar und das kupferne Gitter dazu, seine Stangen und alle seine Geräte, das Becken und sein Gestell;

17 die Umhänge des Hofes, seine Säulen und seine Sockel und den Vorhang des Hoftores,

18 die Pflöcke der Wohnung und die Pflöcke des Hofes und ihre Seile;

19 die Werkkleider für den Dienst im Heiligtum, die heiligen Gewänder für Aharon, den Priester, und die Kleider seiner Söhne für den Priesterdienst.»

20 Da ging die ganze Gemeinde der Kinder Jisraël von Mosche hinweg.

Tag 2 - 35:21-29 (9 p'sukim)

21 Und sie kamen – ein jeder, den sein Herz bewegte, und jeder, den sein Sinn adelte – sie brachten die Hebegabe des Ewigen zum Werk des Erscheinungszeltes, und für alle Arbeit an ihm und für die heiligen Gewänder.

22 Und es kamen die Männer samt den Frauen, jeder Edelmütige, sie brachten Spangen und Reife, Fingerringe und Schmuckperlen, allerlei goldenes Gerät, sowie ein jeder, der eine Schwingungsgabe an Gold dem Ewigen weihte.

23 Und jeder, bei dem sich blauer und roter Purpur vorfand, sowie Karmesin und Byssus und Ziegenhaare und rotgegerbte Widderfelle und Tahaschfelle, der brachte es.

24 Jeder, der eine Hebegabe an Silber und Kupfer zu bringen hatte, der brachte die Hebegabe für den Ewigen, und jeder, bei dem sich Akazienholz für irgendeine Arbeit des Werkes vorfand, der brachte es.

25 Und alle verständigen Frauen spannen mit ihren Händen und brachten das Gesponnene, den blauen und roten Purpur und den Karmesin und den Byssus.

26 Und alle Frauen, die ihr Herz in Verständigkeit dazu bewegte, spannen die Ziegenhaare.

27 Und die Fürsten brachten die Schohamsteine und die Steine zum Einsetzen für das Efod und für den Brustschild,

28 und auch das Gewürz und das Öl, zur Beleuchtung und zum Salböl und zum Räucherwerk der Spezereien.

29 Jeder Mann und jedes Weib, die ihr Herz adelte, beizutragen zu dem ganzen Werk, das der Ewige durch Mosche auszuführen befohlen – als Edelmutsgabe brachten es die Kinder Jisraël für den Ewigen.

Tag 3 - 35:30-36:7 (13 p'sukim)

30 Und Mosche sprach zu den Kindern Jisraël: «Seht, der Ewige hat mit Namen berufen Bezal’el, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Jehuda.

31 Und er hat ihn erfüllt mit göttlichem Geist, mit Weisheit, mit Einsicht und mit Wissen und aller Fertigkeit,

32 Sinnreiches zu ersinnen, zu arbeiten in Gold und Silber und Kupfer,

33 sowie im Schnitt von Steinen zum Einsetzen und im Schnitt von Holz, allerlei sinnreiches Werk herzustellen.

34 Auch zu unterweisen hat er ihm ins Herz gelegt, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, aus dem Stamm Dan.

35 Er hat sie mit Weisheit des Herzens erfüllt, jede Arbeit eines Schneidekünstlers und eines Wirkers und Stickers in blauem und rotem Purpur und in Karmesin und in Byssus, sowie eines Webers auszuführen, die allerlei Arbeit ausführen und Sinnreiches ersinnen.

1 So mache es denn Bezal’el und Oholiab und alle Verständigen, in welche der Ewige Weisheit und Einsicht gelegt hat, daß sie alle Arbeiten des heiligen Werkes auszuführen verstanden, für alles, was der Ewige befohlen hat.»

2 Da berief Mosche Bezal’el und Oholiab und jeden verständigen Mann, in dessen Herz der Ewige Weisheit gelegt hatte, jeden, den sein Herz bewegte, hinzutreten an die Arbeit, um sie auszuführen.

3 Und sie nahmen von Mosche alle Hebegabe, die die Kinder Jisraël zur Arbeit des heiligen Werkes gebracht hatten, um es zu verfertigen. Diese aber brachten ihm noch Edelmutsgaben Morgen für Morgen.

4 Da kamen alle Künstler, die alle Arbeit des Heiligtums ausführten, jeder von seiner Arbeit, die sie ausführten,

5 und sprachen zu Mosche: «Das Volk bringt mehr, als für die Arbeit an dem Werk erforderlich ist, das der Ewige auszuführen befohlen hat.»

6 Da befahl Mosche, und man ließ einen Ruf durch das Lager ergehen, besagend: «Weder Mann noch Weib sollen noch Arbeit verrichten für die Hebegabe des Heiligtums.» So wehrte man dem Volk, weiter zu bringen.

7 Und die Arbeit war genug für das ganze Werk, um es auszuführen, und noch darüber.

Tag 4 - 36:8-19 (12 p'sukim)

8 So machten denn alle Verständigen unter den Werkarbeitern die Wohnung aus zehn Behängen von gezwirntem Byssus, von blauem und rotem Purpur und von Karmesin, mit Kerubim von Kunstweberarbeit machte man sie.

9 Die Länge eines Behanges war achtundzwanzig Ellen, und die Breite eines Behanges vier Ellen; einerlei Maß hatten alle Behänge.

10 Und man heftete fünf Behänge aneinander und heftete wieder fünf Behänge aneinander.

11 Dann brachte man purpurblaue Schleifen am Saum des einen Behanges, am Ende, an der Heftung, an; ebenso machte man es am Saum des äußersten Behanges der andern Heftung.

12 Fünfzig Schleifen brachte man an dem einen Behang an, und fünfzig Schleifen brachte man am Rand des Behanges an, der zu der andern Heftung gehört, einander gegenüber waren die Schleifen.

13 Dann fertigte man fünfzig goldene Spangen an und heftete die Behänge mittelst der Spangen aneinander, so daß die Wohnung eins wurde.

14 Und man verfertigte Behänge aus Ziegenhaar zu einem Zelt über der Wohnung; elf solcher Behänge fertigte man an.

15 Die Länge eines Behanges war dreißig Ellen, und vier Ellen die Breite eines Behanges, einerlei Maß hatten die elf Behänge.

16 Und man heftete die fünf Behänge besonders zusammen und die sechs Behänge besonders.

17 Dann brachte man fünfzig Schleifen an am Saum des äußersten Behanges an der Heftung, und fünfzig Schleifen brachte man an am Saum des Behanges der andern Heftung.

18 Dann fertigte man fünfzig kupferne Spangen an, um das Zelt zusammenzufügen, daß es eins werde.

19 Und man fertigte eine Decke für das Zelt an aus rotgegerbten Widderfellen, und darüber eine Decke aus Tahaschfellen.

Tag 5 - 36:20-37:16 (35 p'sukim)

20 Und man fertigte die Bretter zur Wohnung an aus Akazienholz, aufrecht stehend;

21 zehn Ellen war die Länge eines Brettes und eineinhalb Ellen die Breite eines Brettes.

22 Zwei Zapfen waren an einem Brett, untereinander verbunden; so machte man es an allen Brettern der Wohnung.

23 Und von den Brettern zur Wohnung fertigte man zwanzig an für die Südseite, gegen Mittag.

24 Und vierzig silberne Sockel brachte man unter den zwanzig Brettern an, zwei Sockel unter einem Brett für seine beiden Zapfen, und zwei Sockel unter je einem Brett für seine beiden Zapfen.

25 Und für die andere Seite der Wohnung, für die Nordseite, fertigte man zwanzig Bretter an.

26 Und dazu vierzig silberne Sockel, zwei Sockel unter einem Brett, und zwei Sockel unter je einem Brett.

27 Und für die Hinterwand der Wohnung, nach Westen hin, fertigte man sechs Bretter an.

28 Und zwei Bretter fertigte man an für die Winkel der Wohnung an der Hinterwand.

29 Diese paßten unten genau zusammen, und oben liefen sie zusammen in den einen Ring aus. So machte man es bei beiden, an den beiden Winkeln.

30 So waren es acht Bretter und ihre silbernen Sockel, sechzehn Sockel, je zwei Sockel unter je einem Brett.

31 Dann verfertigte man Querhölzer aus Akazienholz, fünf für die Bretter der einen Seite der Wohnung

32 und fünf Querhölzer für die Bretter der andern Seite der Wohnung und fünf Querhölzer für die Bretter der Hinterwand der Wohnung nach Westen hin.

33 Und das mittlere Querholz fertigte man an, daß es innerhalb der Bretter von einem Ende bis zum andern quer durchlief.

34 Und die Bretter überzog man mit Gold, und die Ringe dazu verfertigte man aus Gold, als Behälter für die Querhölzer, und auch die Querhölzer überzog man mit Gold.

35 Dann fertigte man den Verhang aus blauem und rotem Purpur, aus Karmesin und gezwirntem Byssus an, in Kunstweberarbeit fertigte man ihn an, mit Kerubim.

36 Und man fertigte für ihn vier Säulen aus Akazienholz an und überzog sie mit Gold; auch ihre Haken waren aus Gold; und man goß für sie vier silberne Sockel.

37 Dann fertigte man einen Vorhang für den Eingang des Zeltes an aus blauem und rotem Purpur, aus Karmesin und gezwirntem Byssus, Buntwirkerarbeit.

38 Dazu fünf Säulen und ihre Haken; und man überzog ihre Köpfe und ihre Ringe mit Gold, ihre fünf Sockel aber waren aus Kupfer.

1 Und Bezal’el machte die Lade aus Akazienholz, zweieinhalb Ellen lang und eineinhalb Ellen breit und eineinhalb Ellen hoch.

2 Und er überzog sie mit reinem Gold von innen und von außen und machte daran einen goldenen Kranz ringsum.

3 Und er goß für sie vier goldene Ringe an ihre vier Ecken, zwei Ringe auf der einen Seite und zwei Ringe auf der andern Seite.

4 Und er fertigte Stangen an aus Akazienholz und überzog sie mit Gold.

5 Und er brachte die Stangen in die Ringe an den Seiten der Lade, die Lade zu tragen.

6 Dann machte er eine Kapporet aus reinem Gold, zweieinhalb Ellen lang und eineinhalb Ellen breit.

7 Und er machte zwei Kerubim aus Gold, in getriebener Arbeit fertigte er sie an, an den beiden Enden der Kapporet,

8 einen Kerub an dem einen Ende und einen Kerub an dem andern Ende; aus der Kapporet arbeitete er die Kerubim heraus, an ihren beiden Enden.

9 Und die Kerubim breiteten ihre Flügel oben aus, daß sie mit ihren Flügeln über der Kapporet verstellten, und ihre Gesichter waren einander zugewendet, gegen die Kapporet waren die Gesichter der Kerubim gerichtet.

10 Dann machte er den Tisch aus Akazienholz, zwei Ellen lang, eine Elle breit und eineinhalb Ellen hoch.

11 Und er überzog ihn mit reinem Gold und fertigte ihm einen goldenen Kranz an ringsum.

12 Dann brachte er daran eine handbreite Leiste an ringsum, und einen goldenen Kranz machte er um seine Leiste ringsherum.

13 Und er goß für ihn vier goldene Ringe und setzte die Ringe an die vier Ecken seiner vier Füße.

14 Dicht an der Leiste waren die Ringe als Behälter für die Stangen, um den Tisch zu tragen.

15 Und er machte die Stangen aus Akazienholz und überzog sie mit Gold, um den Tisch zu tragen.

16 Dann verfertigte er die Geräte, die auf dem Tisch sein sollten, seine Schüsseln und seine Schalen, seine Becher und seine Tassen, mit denen dargegossen wird, aus reinem Gold.

Tag 6 - 37:17-29 (13 p'sukim)

17 Und er fertigte den Leuchter aus reinem Gold an, in getriebener Arbeit machte er den Leuchter, seinen Fuß und seinen Schaft; seine Kelche, seine Knäufe und seine Blumen waren aus ihm.

18 Und sechs Röhren gingen von seinen Seiten aus, drei Röhren des Leuchters von der einen Seite und drei Röhren des Leuchters von der andern Seite.

19 Drei mandelförmige Kelche an der einen Röhre: Knauf und Blume, und drei mandelförmige Kelche an der andern Röhre: Knauf und Blume, so an den sechs Röhren, die von dem Leuchter ausgingen.

20 Und an dem Leuchter selbst vier mandelförmige Kelche, ihre Knäufe und Blumen.

21 Und ein Knauf unter den beiden Röhren, aus ihm, und wieder ein Knauf unter beiden Röhren, aus ihm, und noch ein Knauf unter den beiden Röhren, aus ihm, an den sechs Röhren, die von ihm ausgingen.

22 Ihre Knäufe und ihre Röhrchen waren aus ihm gearbeitet; das Ganze aus einem Stück getrieben, von reinem Gold.

23 Und er verfertigte seine sieben Lampen, und seine Scheren und Pfännchen aus reinem Gold.

24 Aus einer Scheibe reinen Goldes verfertigte er ihn und alle seine Geräte.

25 Dann machte er den Altar des Räucherwerks aus Akazienholz, eine Elle lang und eine Elle breit, geviert, und zwei Ellen hoch; aus ihm waren seine Hörner gearbeitet.

26 Und er überzog ihn mit reinem Gold, seine Platte, seine Wände ringsum und seine Hörner, und machte ihm einen goldenen Kranz ringsum.

27 Und zwei goldene Ringe machte er daran, unterhalb seines Kranzes an seinen beiden Flanken, an seinen beiden Seiten, als Behälter für die Stangen, um ihn daran zu tragen.

28 Und er verfertigte die Stangen aus Akazienholz und überzog sie mit Gold.

29 Dann stellte er das Salböl her, heilig, und das Räucherwerk der Spezereien, rein, nach Art des Salbenmischers.

Schabbat - 38:1-20 (20 p'sukim)

1 Und er machte den Hochopferaltar aus Akazienholz, fünf Ellen lang und fünf Ellen breit, geviert, und drei Ellen hoch.

2 Und er machte seine Hörner an seinen vier Ecken, aus ihm waren seine Hörner gearbeitet, und er überzog ihn mit Kupfer.

3 Und er verfertigte alle Geräte des Altars, die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengbecken, die Gabeln und die Pfannen; alle seine Geräte verfertigte er aus Kupfer.

4 Und er brachte an dem Altar ein netzartiges Gitter aus Kupfer an, unterhalb seiner Umrandung, von unten bis zu seiner halben Höhe.

5 Und er goß vier Ringe an die vier Ecken des kupfernen Gitters als Behälter für die Stangen.

6 Die Stangen aber verfertigte er aus Akazienholz und überzog sie mit Kupfer.

7 Und er steckte die Stangen in die Ringe an den Seiten des Altars, um ihn daran zu tragen, als Hohlgefüge aus Tafeln machte er ihn.

8 Und er ließ das Becken aus Kupfer und sein Gestell aus Kupfer anfertigen durch die sich scharenden Herrenfrauen, die sich am Eingang des Erscheinungszeltes zusammenscharten.

9 Dann machte er den Hof; auf der Südseite, gegen Mittag, waren die Umhänge des Hofes aus gezwirntem Byssus, hundert Ellen lang,

10 dazu zwanzig Säulen mit ihren zwanzig kupfernen Sockeln, die Haken der Säulen und ihre Ringe aus Silber.

11 Und auf der Nordseite hundert Ellen lang, dazu zwanzig Säulen mit ihren zwanzig kupfernen Sockeln; die Haken der Säulen und ihre Ringe aus Silber.

12 Und auf der Westseite waren die Umhänge fünfzig Ellen, dazu zehn Säulen mit ihren zehn Sockeln; die Haken der Säulen und ihre Ringe aus Silber.

13 Und auf der Ostseite, gegen Sonnenaufgang, fünfzig Ellen.

14 Fünfzehn Ellen Umhänge waren auf der einen Flanke, dazu drei Säulen mit ihren drei Sockeln,

15 und auf der andern Flanke – hier und dort vom Hoftor – fünfzehn Ellen Umhänge, dazu drei Säulen mit ihren drei Sockeln.

16 Alle Umhänge des Hofes ringsum waren aus gezwirntem Byssus.

17 Und die Sockel zu den Säulen waren aus Kupfer, die Haken der Säulen und ihre Ringe aus Silber, und der Überzug ihrer Köpfe aus Silber, und sie selbst waren silbern beringt, alle Säulen des Hofes.

18 Und der Vorhang des Tores zum Hof war Buntwirkerarbeit aus blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus, und zwanzig Ellen die Länge und die Höhe, der Breite nach fünf Ellen, entsprechend den Umhängen des Hofes;

19 dazu vier Säulen mit ihren vier kupfernen Sockeln, ihre Haken aus Silber, und der Überzug ihrer Köpfe und ihre Ringe aus Silber.

20 Und alle Pflöcke zur Wohnung und zum Hof ringsum waren aus Kupfer.

6 In zukünftigen Zeiten wird Jakob Wurzel schlagen, Israel wird blühen und grünen, und sie werden den ganzen Erdkreis mit Früchten füllen.

7 Hat Er es auch geschlagen, wie er die schlug, welche ihm Schläge versetzten? Oder wurde es hingemordet, wie seine Mörder ermordet worden sind?

8 Mit Maßen, durch Verbannung, hast du es gestraft; Er hat es durch seinen heftigen Sturm fortgetrieben am Tag des Ostwinds.

9 Darum wird Jakobs Schuld dadurch gesühnt. Und das wird die volle Frucht der Hinwegnahme seiner Sünde sein, dass er alle Altarsteine gleich zerschlagenen Kalksteinen macht und keine Aschera-Standbilder und Sonnensäulen mehr aufrichtet.

10 Denn die feste Stadt ist einsam geworden, eine verworfene und verlassene Wohnung, wie die Steppe. Kälber weiden und lagern sich dort und fressen ihre Büsche ab.

11 Wenn deren Zweige verdorren, werden sie abgebrochen. Frauen kommen und zünden sie an. Denn es ist ein unverständiges Volk; darum erbarmt sich der nicht über sie, welcher sie gemacht hat, und der sie gebildet hat, wird sie nicht begnadigen.

12 Und es wird geschehen an jenem Tag, dass der Herr ein Dreschen veranstalten wird von den Fluten des [Euphrat-]Stromes an bis zum Bach Ägyptens, und ihr sollt gesammelt werden, ihr Kinder Israels, eins ums andere.

13 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird das große Schopharhorn geblasen werden; da werden heimkommen die Verlorenen aus dem Land Assyrien und die Vertriebenen aus dem Land Ägypten; und sie werden den Herrn anbeten auf dem heiligen Berg in Jerusalem.

Gerichtswort über die sorglosen Führer von Israel und Juda

1 Wehe der stolzen Krone der Trunkenen Ephraims, der welken Blume seines herrlichen Schmucks auf dem Gipfel über dem fetten Tal der vom Wein Überwältigten!

2 Siehe, der Herr hat einen Starken und Gewaltigen [bereit]; wie ein Hagelwetter, wie ein Verderben bringender Sturm, wie ein Wolkenbruch mit mächtiger Wasserflut; er wirft sie zu Boden mit Macht.

3 Mit Füßen wird zertreten die stolze Krone der Trunkenen Ephraims;

4 und der welken Blume seines herrlichen Schmucks auf dem Gipfel über dem fetten Tal wird es ergehen wie einer Frühfeige vor der Obsternte: Wer sie erblickt, der verschlingt sie, sobald er sie in der Hand hält.

5 An jenem Tag wird der Herr der Heerscharen für den Überrest seines Volkes eine herrliche Krone und ein prächtiger Kranz sein,

6 und für den, der zu Gericht sitzt, ein Geist des Rechts, und eine Stärke denen, die den Angriff vom Tor abwehren.

7 Aber auch diese taumeln vom Wein und schwanken vom Rauschtrank: Priester und Prophet sind vom Rauschtrank berauscht, vom Wein benebelt, sie taumeln vom Rauschtrank; sie sehen nicht mehr klar, urteilen unsicher.

8 Ja, alle Tische sind besudelt mit Erbrochenem und Kot bis auf den letzten Platz.

9 Wem soll er Erkenntnis beibringen, wem die Botschaft erläutern? Denen, die von der Milch entwöhnt, von den Brüsten abgesetzt sind?

10 Weil sie sagen: »Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig«,

11 so wird auch Er zu diesem Volk durch stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache reden,

12 Er, der zu ihnen gesagt hatte: »Das ist die Ruhe! Erquickt den Müden! Und das ist die Erquickung«, aber sie wollten nicht hören.

13 Und so soll auch ihnen das Wort des Herrn werden: »Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig« — damit sie hingehen und rückwärts hinstürzen, zerbrochen und verstrickt und gefangen werden.

22 Darum, so spricht der Herr zum Haus Jakobs, er, der Abraham erlöst hat: Nun soll Jakob nicht mehr zuschanden werden, und nun soll sein Angesicht nicht mehr erbleichen.

23 Denn wenn er, wenn seine Kinder das Werk meiner Hände in ihrer Mitte sehen, so werden sie meinen Namen heiligen; sie werden den Heiligen Jakobs heiligen und den Gott Israels fürchten;

11 Das Fundament ist bereits gelegt, und niemand kann je ein anderes legen. Dieses Fundament ist Jesus Christus.

12 Wie nun aber jemand darauf weiterbaut – ob mit Gold, Silber, Edelsteinen, Holz, Schilfrohr oder Stroh – ,

13 das wird nicht verborgen bleiben; der Tag des Gerichts wird bei jedem ans Licht bringen, welches Material er verwendet hat. Denn im Feuer des Gerichts wird das Werk jedes Einzelnen auf seine Qualität geprüft werden.

14 Wenn das, was jemand auf dem Fundament aufgebaut hat, ´die Feuerprobe` besteht, wird ´Gott` ihn belohnen.

15 Wenn es jedoch verbrennt, wird er seinen Lohn verlieren. Er selbst wird zwar gerettet werden, aber nur wie einer, der im letzten Augenblick aus dem Feuer gerissen wird.

16 Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel Gottes seid und dass Gottes Geist in eurer Mitte wohnt?

17 Wer den Tempel Gottes zerstört, zerstört sich damit selbst, weil er Gottes Gericht über sich bringt. Denn Gottes Tempel ist heilig, und dieser heilige Tempel seid ihr.

18 Niemand soll sich selbst etwas vormachen! Wenn einer von euch meint, er gehöre zu den Klugen dieser Welt, muss er erst einmal begreifen, dass seine Klugheit Torheit ist; nur so wird er wirklich klug.

6 Denkt daran: Wer wenig sät, wird auch wenig ernten. Und wer reichlich sät, wird reichlich ernten.

7 Jeder soll für sich selbst entscheiden, wie viel er geben möchte, und soll den Betrag dann ohne Bedauern und ohne Widerstreben spenden. Gott liebt den, der fröhlich gibt.

8 Er hat die Macht, euch mit all seiner Gnade zu überschütten, damit ihr in jeder Hinsicht und zu jeder Zeit alles habt, was ihr zum Leben braucht, und damit ihr sogar noch auf die verschiedenste Weise Gutes tun könnt.

9 In der Schrift heißt es ja ´von dem, der in Ehrfurcht vor Gott lebt`: »Er teilt mit vollen Händen aus und beschenkt die Bedürftigen; das Gute, das er tut, hat für immer Bestand.«

10 Derselbe ´Gott`, der dafür sorgt, dass es dem Bauern nicht an Saat zum Aussäen fehlt und dass es Brot zu essen gibt, der wird auch euch mit Samen für die Aussaat versehen und dafür sorgen, dass sich die ausgestreute Saat vermehrt und dass das Gute, das ihr tut, Früchte trägt.

11 Er wird euch in jeder Hinsicht so reich beschenken, dass ihr jederzeit großzügig und uneigennützig geben könnt. Und wenn wir dann eure Spende überbringen, werden die, die sie empfangen, Gott danken.

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