Haltet den Arbeitstag heilig!

“Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen.”

Kolosser 3:23

“Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN……”

2.Mose 20:8-10

Das klingt sicher recht provokativ und sogar unbiblisch. Wenn du hin und wieder die Aufkleber an Autos vor dir liest, dann kennst du sicher auch diesen: “Alt aber bezahlt”. Der Besitzer will damit zum Ausdruck bringen, dass sein Auto schuldenfrei ist. Warum arbeiten wir? Viele Menschen investieren einen großen Teil ihrer Arbeitskraft und Zeit in die Tilgung und Zinszahlungen von Schulden. Außerdem besagt ein Umfrageergebnis, dass weit weniger als die Hälfte der Angestellten der “G-8 Länder” mit ihrer Arbeit glücklich sind. In Japan sind es sogar unter 20%. Was sagt die Schrift zu all dem?

Im ersten Jahrhundert hatten die an den Messias Jeschua gläubigen Sklaven noch viel weniger Grund, von ihrer unbezahlten Arbeit begeistert zu sein. Der Apostel Schaul verhalf ihnen aber dazu, selbst in ihrer unangenehmen Situation etwas an Herrlichkeit zu erkennen. Er wollte, dass sie die Schönheit und Erhabenheit ihres Glaubens sichtbar machten in der Art und Weise, wie sie ihre Arbeit verrichteten (Titus 2:10). Unsere alltägliche Arbeit ist eine bedeutsame und oft übersehene Möglichkeit, Gott ganz praktisch zu dienen. Diese Anweisungen lassen sich also auch für unsere heutigen Verhältnisse auf gläubige Berufstätige übertragen.

Wir sollen gute Arbeit leisten, und nicht nur wegen der Kontrolle durch Vorgesetzte oder um Menschen zu gefallen. Wir sollen alles, was wir tun, von Herzen tun (wörtlich “mit ganzer Seele”), und wir sollen es “dem Herrn” tun. Ein Arbeiten im Bewusstsein von Gottes Wesen und Gegenwart verleiht auch der Arbeit von (Sklaven, oder heute:) Angestellten eine eigene Würde. Wenn alle Gläubigen ihren Arbeitgebern mit wirklichem Engagement und im Gefühl ihrer Verantwortung vor Gott dienten, würden Qualität und Produktivität sicherlich dramatisch ansteigen – was für ein gutes Zeugnis für unseren Herrn Jeschua! Im Grunde dienen wir immer Ihm, denn schließlich kommt der letzte “Zahltag” (das Erbe als Lohn) von Ihm.

Der gläubige Schuster tut nicht seine Pflicht als Nachfolger Jeschuas, indem er zum Beispiel kleine Kreuze auf die Schuhsohlen malt, sondern indem er die Schuhe seiner Kunden gut besohlt, weil Gott gute Arbeit liebt. Als Nachfolger Jeschuas wollen wir bei aller Arbeit daran denken, auch den Arbeitstag in dieser Weise “heilig zu halten”, wie wir auch den “Schabbat heiligen”, indem wir an diesem schriftgemäß ruhen.

Facebook Twitter Instagram YouTube