Teil 4 – Neue Geschichte des Messianischen Judentums

Nach dem Neün Testament haben wir nicht den Auftrag, Juden zu missionieren und ihnen kirchliche Lehren und Dogmen zu verkündigen, sondern ihnen Jesus als den in der (Hebräischen) Bibel verheißenen Messias zu bezeugen und sie in Seinem Namen zu segnen. (42)

Diese Worte gehören Katholiken. Unter den Christen gibt es also doch Menschen, die die Notwendigkeit und Wichtigkeit des Bezeugens den Juden gegenüber verstehen, und zwar in der Art und Weise, die Gott es haben möchte. Trotzdem gibt es bis zum heutigen Tagen Menschen, die mit ihren ganzen Kräften die Evangelisation der Juden bekämpfen möchten. Ein bekannter Evangelist, der für die Evangelisation der Juden sein halbes Leben gebraucht hat, sagte mir einmal folgendes: “Antisemiten sind unter zwei Menschentypen zu treffen: entweder unter ganz ungebildeten Menschen, oder unter Professoren der Bibelschulen.”

Damit sollen diese Menschen nicht gerichtet werden, sondern es ist eher da, um zu zeigen, dass diejenigen, die die Organisatoren jüdischer Evangelisationen sein müssten, bis zum heutigen Tage zu ihrer Mehrheit ihre Feinde sind. Dies ist erstaunlich, aber eine Tatsache. Mich erinnert es an eine Situation, die in der Bibel, in Apostelgeschichte 5 beschrieben wird. Dort warnt Gamleel, ein Gesetzeslehrer, ein Mitglied des Synedriums, das Synedrium, gegen die Aposteln zu handeln und spricht dabei folgendes: “wenn es aber aus Gott ist, so werdet ihr sie nicht zu Grunde richten können, damit ihr nicht gar als solche erfunden werdet, die wider Gott streiten” (Apg.5:39). Müssen denn die gläubigen Menschen wirklich so blind sein, um nicht zu sehen, dass dasjenige, was in der Mitte der Juden geschieht, durch Gott bewirkt wird und dass man um nicht die Feinde Gottes zu werden, diese Arbeit unterstützen muss!

Und messianische Gemeinden wachsen und entwickeln sich. Es wächst und entwickelt sich auch das Verständnis der an Jesus gläubigen Juden gegenüber der Rettung, dem Gesetz und dem Dienst Gott gegenüber. Das Neü Testament ist schon längst in Iwrit übersetzt worden und es gibt schon sogar das Neü Testament, welches vom jüdischen Sichtspunkt unter der Leitung von David Stern geschrieben worden ist. Und obwohl die Evangelisation der Juden und die Entwicklung der jüdischen Sicht der Schrift für uns von hoher Bedeutung ist, ist für uns ebenso wichtig, mit unseren nichtjüdischen Geschwistern zu sein. Wir sind nicht etwa etwas Neüs und von der Gesellschaft abgesondertes, sondern das jüdische Glied des Leibes Christi. Wir trennen uns nicht von unseren nichtjüdischen Geschwistern und möchten im Gegenteil mit ihnen sein. Doch leider stoßen wir oft auf das Unverständnis der Christen, als Folge dessen, bekommen wir ihre Ablehnung zu spüren und als die Ableitung davon, hört man das Wort “Judenmission”, welches so modern, aber fürchterlich unwirksam ist.

Ich hoffe, dass diese Arbeit den wenigen, die diese lesen werden, helfen wird, bestimmte Köffizienten im Verständnis der jüdischen Evangelisation zu stellen. Und vielleicht wird jemand dem Apostel Paulus folgend, die wunderbaren Worte, die viele hören oder lesen, aber die fast niemand wirklich wahrnimmt, sagen wird: “Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zürst als auch dem Griechen” (Rö.1:16).

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