Abba Vater

Wir Gläubige haben durch den Heiligen Geist das Recht bekommen, Gott als unseren Vater zu bezeichnen. Aber, dass Gott unser Vater ist, bleibt für viele ein Geheimnis. Manchmal zweifeln wir daran, ob wir wirklich gerettet sind. Früher habe ich gedacht, dass ich meine Errettung verlieren kann.

Ich erinnere mich daran, wie ich einmal mit meiner Familie nach Holland gefahren bin. Wir haben uns entschieden einen ganzen Tag in Amsterdam zu verbringen. Als meine Frau am Abend zuvor ins Zimmer unseres Sohnes Alex hereinkam, sah sie, dass er noch nicht schlief. Er fürchtete sich vor irgendwas und sagte zu meiner Frau: „ Ich habe solch eine große Angst, mich in Amsterdam zu verirren! Das ist doch so eine große Stadt!“. „ Wie willst du dich verirren?“ – fragte ihn meine Frau, – „ Ich werde dich doch an deiner Hand halten“. „ Und wenn ich deine Hand loslasse?“ – erwiderte Alex. Meine Frau beruhigte ihn: „ Alex, denkst du denn wirklich, dass wir einfach so ohne dich nach Hause fahren würden? Ich bin mehr daran interessiert, dass du uns nicht verloren gehst, als du selbst! Bis wir dich gefunden haben, bleiben wir alle in Amsterdam wohnen!“

Und so ist auch das Herz Gottes mehr an uns interessiert, als wir an Ihm. Er hat uns gesucht, als wir nichts von Ihm wissen wollten; wie kann Er uns dann auf dem halben Weg stehen lassen? Die Arbeit, die Er in uns angefangen hat, wird Er bis zum zweiten Kommen von Jeschua dem Messias tun. Wenn wir untreu sind, bleibt Er treu, denn Er ist unser Abba. Höre für immer auf dir Sorgen zu machen! Wenn du den Messias angenommen hast, wenn Gott jetzt dein Vater ist, dann wird Er dich nie verlassen. Zweifele nie daran, dass Gott dich niemals verlieren wird – Er ist doch dein Vater! Die Beziehung zwischen einem Kind und seinem Vater ist etwas wunderbares. Aber warum sucht uns der Vater? Was hat Er mit uns vor?

Ich erinnere mich an eine Geschichte. Ein alter, intelligenter Mann mit einer Brille auf der Nase und einem Aktenkoffer in der Hand ging durch eine Straße nach Hause. Es war schon Abend, es war windig, auf dem Gehweg gingen andere Menschen und in einem Straßengraben lag ein junger, betrunkener Mann. Er lag im Schlamm, hat gestunken und alle Passanten machten verurteilend einen Bogen um ihn. Und plötzlich, als dieser alter Mann sich diesem näherte, fingen seine Hände an zu zittern, sein Gehstock fiel ihm aus der Hand, seine Augen fingen an zu tränen. Er beugte sich, ging auf die Knie, seine Brille fiel runter, er holte sein Taschentuch, um das Gesicht des Betrunkenen frei vom Schmutz zu machen, und sagte weinend zu ihm:

„ Mein Sohn, steh auf, las uns nach Hause gehen!“

Was bewegte diesen alten Mann anders zu reagieren, als die anderen Menschen? Er ging durch die selbe Straße, aber sein Herz erzitterte, er konnte nicht, wie die anderen, einfach von der Seite diesen Betrunkenen beobachten. In diesem jungen Mann hat er sein Abbild und einen Teil von sich gesehen.

„ Er ist mein Sohn!!!“

Gott konnte nicht einfach ein Beobachter unseres Schicksals sein. Er mußte zu uns kommen, denn wir sind Sein Abbild, und dieses Abbild konnte Ihn nicht gleichgültig lassen. Sein väterliches Herz wird nie an dir vorbeigehen können, egal wie tief du fallen wirst. Er hat immer ein Segen für dich bereit.

Die Zeit ist gekommen, als Gott selbst die Wand zerstört hat. Nicht wir, sonder Er hat sie zerstört. Er zerstörte jede Distanz, die zwischen Ihm und den Menschen lag. Der Herr konnte nicht mehr hinter einer dicken Wand bleiben und kam zu uns, um uns zu Seinen Kindern zu machen. Weil Sein Herz mit uns war – mit dir und mit mir. Das ist das Wesen vom Himmlischen Vater. Du und ich sind sehr wichtig für Ihn.

Das väterliche Herz Gottes ist nicht kalt. Er ist kein Stiefvater, sondern der Abba. Nichts kann uns von Seiner Liebe trennen – weder Gegenwart, noch Zukunft, weder Höhe noch Tiefe, weder Tod, noch Leben. Denken Sie nicht, dass Gott uns einfach beobachtet und vergißt. Sein Herz ist mit uns und Er ist kein Beobachter. Wenn mit uns irgendwas nicht stimmt, müssen wir alles stehen lassen und Gottes Angesicht suchen. Die Juden hatten immer viele Sorgen: den Gottesdienst schön zu gestalten, die Opfer richtig zu bringen, die Tempeln zu bauen, alles prachtvoller zu machen. Aber der Herr sagt: laßt alles liegen und sucht mein Angesicht. Ein Vater möchte Kontakt zu seinen Kindern haben.

Der Herr sagt, dass Er kein Tod eines Sünders will. Er ist daran nicht interessiert. Sein Wille ist, dass wir leben. Er will uns nicht für unsere Sünden bestrafen, sondern, dass wir Buße tun. Er braucht uns, weil wir Seine Kinder sind und Er will, dass du und ich mit Ihm die Ewigkeit teilen.

Möge Gott Sie segnen! Benutzen Sie das Recht, nach welchem wir Gottes Söhne und Töchter sind!

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