yevgenijsosimenko01Dem Herrn sei dank, dass wir uns treffen können, um gemeinsam den Herrn zu preisen.

Den in dem Moment, indem sie der Mensch bekehrt und anfängt, dem Herrn zu dienen, verändert sich sein ganzes Leben, seine komplette Denkweise.

Das, was der Mensch in der Bibel liest, kann er an bestimmten Diensten in der Gemeinde anwenden. Das heißt, er könnte z.B. die Thoralesung führen, Musikinstrument spielen oder singen während des Gottesdienstes, den Saal sauber machen, oder auch das Geschirr spülen nach dem Teetrinken anschließend an den Gottesdienst. Für den Herrn zählt nicht, wo oder was er machen wird, sondern wie er es machen wird.

Nehmen wir als Beispiel den Moses. Er war ein gebildeter Mann, denn er lebte 40 Jahre in dem Haus des Pharaos in Ägypten und anschließend 40 Jahre in der Wüste. Siehe da, mit 80 Jahren wählt Gott ihn für einen Dienst aus. Wie wir alle wissen, hat Moses sich dagegen gewährt und tausend Gründe gesucht, um nicht dach Ägypten zu gehen, um die Israeliten zu holen. Nichtsdestotrotz ist er gegangen. Selbst nach dem Auszug der Israeliten aus Ägypten, als der Herr sein Volk bestraffen wollte, sagte Moses: „Wenn die sie bestraffen willst, so dann auch mich.“ Denn er konnte sich mittlerweile sich ohne Israel und sein Dienst nicht mehr vorstellen. Sein Dienst wurde zu seinem Leben.

Wie wundervoll es doch wäre, wenn der Dienst dem Herr auch das wichtigste in unserem Leben wäre. So ein Dienst wird von Paulus in Kolosser erwähnt: „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem HERRN und nicht den Menschen, und wisset, dass ihr von dem HERRN empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem HERRN Christus. Wer aber Unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person“. (Kol.3:23-25) Auch ich würde gerne heute darüber sprechen. Lasst uns zunächst noch eine Bibelstelle (2.Chr.31) lesen, doch zuvor möchte ich euch kurz die Vorgeschichte näher bringen. 725 Jahre vor der Geburt Jesus gab es in Israel einen Zaren Namens Hiskia. Die Schrift lehrt uns, dass er ein Richtighandelnder Zar war. Dieser wollte das Passahfest erneuern und sandte Läufer zu den Oberen des Israels, die in Assur in Gefangenschaft waren, mit dem Ziel diese freizugeben für die Erneuerung des Passahfests. Aber auch um von der Götzenanbetung, die es zu der Zeit in Israel gab, wegzulenken, sprich sie sollten sich von diesen Abwendungen und zum wahren Gott begeben.

Hiskia sagte, dass wenn wir uns an den Herrn wenden, dann wird er unsere Gebete erhören. Und wir lesen ab Vers 20: “Also tat Hiskia im ganzen Juda und tat, was gut, recht und wahrhaftig war vor dem HERRN, seinem Gott. Und in allem Tun, das er anfing, am Dienst des Hauses Gottes nach dem Gesetz und Gebot, zu suchen seinen Gott, handelte er von ganzem Herzen; darum hatte er auch Glück. Also tat Hiskia im ganzen Juda und tat, was gut, recht und wahrhaftig war vor dem HERRN, seinem Gott.Und in allem Tun, das er anfing, am Dienst des Hauses Gottes nach dem Gesetz und Gebot, zu suchen seinen Gott, handelte er von ganzem Herzen; darum hatte er auch Glück. Nach diesen Geschichten und dieser Treue kam Sanherib, der König von Assyrien, und zog nach Juda und lagerten sich vor die festen Städte und gedachte, sie zu sich zu reißen“ (2Chr.31:20-21; 32:1).

Ist auch die Aussage: „Nach diesen Geschichten und dieser Treue“, aufgefallen? Nicht nach irgendwelchen Versprechungen, schönen Wörtern oder die Befehle eines Zaren, nein nach Taten und Treue. Nur nach dem der Heskia Treue erwiesen hat, konnten seine Worte das Volk stärken. Somit war sich das Volk sicher, dass der Zar sowohl ein treuer Diener dem Herrn aber auch Israel ist.

Doch nun stelle ich uns die Frage, ob wie dem Herrn treue Diener sind. Tun wir diese Taten mit dem Herzen oder weil es so erwartet wird? Wenn wir jedoch dem Herrn voller Liebe und Eifer dienen, kann am Ende kein Feind zu uns kommen und behaupten wir würden nur reden, jedoch nichts machen.


Erinnert ihr euch an den Prister Eli aus der Stadt Silo, lesen wir 1.Sam.4-18: „Israel aber zog aus, den Philistern entgegen, in den Streit, und lagerten sich bei Eben-Ezer. Die Philister aber hatten sich gelagert zu Aphek und stellten sich gegen Israel. Und der Streit teilte sich weit, und Israel ward vor den Philistern geschlagen; und sie schlugen in der Ordnung im Felde bei viertausend Mann. Und da das Volk ins Lager kam, sprachen die Ältesten Israels: Warum hat uns der HERR heute schlagen lassen vor den Philistern? Laßt uns zu uns nehmen die Lade des Bundes des HERRN von Silo und laßt sie unter uns kommen, daß sie uns helfe von der Hand unsrer Feinde. Und das Volk sandte gen Silo und ließ von da holen die Lade des Bundes des HERRN Zebaoth, der über den Cherubim sitzt. Und es waren da die zwei Söhne Elis mit der Lade des Bundes Gottes, Hophni und Pinehas. Und da die Lade des Bundes des HERRN ins Lager kam, jauchzte das ganze Israel mit großem Jauchzen, daß die Erde erschallte. Da aber die Philister hörten das Geschrei solches Jauchzens, sprachen sie: Was ist das Geschrei solches großen Jauchzens in der Hebräer Lager? Und da sie erfuhren, daß die Lade des HERRN ins Lager gekommen wäre, fürchteten sie sich und sprachen: Gott ist ins Lager gekommen; und sprachen weiter: Wehe uns! denn es ist zuvor nicht also gestanden. Wehe uns! Wer will uns erretten von der Hand dieser mächtigen Götter, die Ägypten schlugen mit allerlei Plage in der Wüste. So seid nun getrost ihr Männer, ihr Philister, daß ihr nicht dienen müßt den Hebräern, wie sie euch gedient haben! Seid Männer und streitet! Da stritten die Philister, und Israel ward geschlagen, und ein jeglicher floh in seine Hütte; und es war eine sehr große Schlacht, daß aus Israel fielen dreißigtausend Mann Fußvolk. Und die Lade Gottes ward genommen, und die zwei Söhne Elis, Hophni und Pinehas, starben. Da lief einer von Benjamin aus dem Heer und kam gen Silo desselben Tages und hatte seine Kleider zerrissen und hatte Erde auf sein Haupt gestreut. Und siehe, als er hineinkam, saß Eli auf dem Stuhl, daß er den Weg sähe; denn sein Herz war zaghaft über die Lade Gottes. Und da der Mann in die Stadt kam, sagte er’s an, und die ganze Stadt schrie. Und da Eli das laute Schreien hörte, fragte er: Was ist das für ein lautes Getümmel? Da kam der Mann eilend und sagte es Eli an. Eli aber war achtundneunzig Jahre alt, und seine Augen waren dunkel, daß er nicht sehen konnte. Der Mann aber sprach zu Eli: Ich komme und bin heute aus dem Heer geflohen. Er aber sprach: Wie geht es zu, mein Sohn? Da antwortete der Verkündiger und sprach: Israel ist geflohen vor den Philistern, und ist eine große Schlacht im Volk geschehen, und deine zwei Söhne, Hophni und Pinehas, sind gestorben; dazu die Lade Gottes ist genommen. Da er aber der Lade Gottes gedachte, fiel er zurück vom Stuhl am Tor und brach seinen Hals entzwei und starb; denn er war alt und ein schwerer Mann. Er richtete aber Israel vierzig Jahre.“

Ich möchte eure Aufmerksamkeit darauf lenken, wie Eli gestorben ist, „Da er aber der Lade Gottes gedachte, fiel er zurück vom Stuhl am Tor und brach seinen Hals entzwei und starb (…)“ (1Sam.4:18). Das heißt er starb, weil er an die “Lade Gottes gedacht“ hatte und wie wir aus Vers 13 entnehmen können, war „sein Herz zaghaft über die Lade Gottes“ war. Dies war sein Dienst, für welchen er verantwortlich war.

Er war 98 Jahre alt und konnte dementsprechend nicht mehr ein Schwert in die Hand nehmen und kämpfen, denn dieser war ihm zu schwer und blind war er auch.

Wie sieht es mit unseren Diensten aus? Brennt auch unser Herz danach, dem Herrn zu dienen?

Denn wenn wir uns heute dazu entscheiden, dem Herrn zu dienen, dann können wir morgen nicht mehr, aufgrund bestimmter Ausreden, unsere Meinung ändern. So geht das nicht! Denn in erster Linie wirst du darunter leiden, so wie auch dein Dienst, deine Gemeinde. Auf Worte müssen Taten folgen. Unsere Gemeinde ist ein großes, zusammengefügtes Organismus, welches so von Gott zusammengestellt wurde und nicht von uns. Zwar sind wir alle sehr unterschiedliche, doch alle zusammen sind wir ein Ganzes. Dies bedeutet wiederum, wenn jemand aus diesem Ganzen entfällt, leiden darunter alle, sprich die Gemeinde. Es gibt sogar einige Gemeinden, die von Mensche besucht werden, weil sie für sich daraus einen Vorteil haben. Sie besuchen diese, so lange, bis sie das bekommen, was sie wollten und dann gehen sie wieder.

Solche Beispiele finden wir auch in der Heiligen Schrift wieder. Lesen wir gemeinsam 1.Samuel Kapitel 2 Vers 12-17: „Aber die Söhne Elis waren böse Buben; die fragten nicht nach dem HERRN noch nach dem Recht der Priester an das Volk. Wenn jemand etwas opfern wollte, so kam des Priesters Diener, wenn das Fleisch kochte, und hatte eine Gabel mit drei Zacken in seiner Hand und stieß in den Tiegel oder Kessel oder Pfanne oder Topf; was er mit der Gabel hervorzog, das nahm der Priester davon. Also taten sie dem ganzen Israel, die dahin kamen zu Silo. Desgleichen, ehe denn sie das Fett anzündeten, kam des Priesters Diener und sprach zu dem, der das Opfer brachte: Gib mir das Fleisch, dem Priester zu braten; denn er will nicht gekochtes Fleisch von dir nehmen, sondern rohes. Wenn dann jemand zu ihm sagte: Laß erst das Fett anzünden und nimm danach, was dein Herz begehrt, so sprach er zu ihm: Du sollst mir’s jetzt geben; wo nicht so will ich’s mit Gewalt nehmen. Darum war die Sünde der jungen Männer sehr groß vor dem HERRN; denn die Leute lästerten das Opfer des HERRN.“

Weiter lesen wir in Vers 34: “Und das soll dir ein Zeichen sein, das über deine zwei Söhne, Hophni und Pinehas, kommen wird: auf einen Tag werden sie beide sterben.“

Sie hatten beide einen Dienst, sie waren Priester, sie hatten viele rechte, doch wie wir sehen können, dienten sie nicht dem Herrn, sondern nur, weil sie daraus einen Vorteil für sich hatten.

Wie viele Menschen waren bei so einem verhalten betrübt und wandten sich von Gott ab. Apostel Judas schreibt in seinem Botschaft über solche Menschen folgendes: „Weh ihnen! denn sie gehen den Weg Kains und fallen in den Irrtum des Bileam um Gewinnes willen und kommen um in dem Aufruhr Korahs. Diese Unfläter prassen bei euren Liebesmahlen ohne Scheu, weiden sich selbst; sie sind Wolken ohne Wasser, von dem Winde umgetrieben, kahle, unfruchtbare Bäume, zweimal erstorben und ausgewurzelt.“ ( Judas 1:11-12)

Auch euch möchte ich fragen, was bedeutet „Wolken ohne Wasser, von dem Winde umgetrieben“? Ich möchte eine Analogie durchführen, nach welcher es euch wahrscheinlich deutlich wird. Ein Säer hat Samen verstreut und erwartet die Ernte, doch es gibt keinen Regen.

Er wartet einen Monat lang, doch er sieht, dass die Erde Mitleierweile sehr trocken ist. Er fängt an zu zweifeln, ob es überhaupt eine Ernte geben wird. Nach der langen Trockenperiode sieht er Regenwolken am Horizont und seiner Freude sind keine Grenzen gesetzt. Je mehr sich die Wolken nähern, desto größer wird seine Freude. Endlich wird es eine Ernte geben und meine Arbeit war nicht umsonst. Da sieht er die Regenwolken über sich und in jeder Sekunde fängt es an zu regen. Doch plötzlich kommt ein starker Windzug, der die Wolken weiter ziehen lässt, immer weiter und weiter und das Herz des Säers fühlt sich immer mehr mit Enttäuschung.

Wie dienen wir dem Herrn? Mit einem Vorteil für sich, mit Eigennutz? Jeschua kam, um nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten und Richtigkeit uns zu zeigen, wie sehr er uns liebt. Viele glaubten ihm nicht. Worauf er antwortete, wenn ihr meine Worte nicht glaubt, dann glaubt meinen Taten. So sollen auch unsere Verwandte, unsere Freunde, Nachbarn und alle die um uns herum sind, unseren Taten glauben. Damit sie in uns den Schöpfer sehen.

Gottes Segen!