Darum, Geliebte, weil ihr darauf wartet, müht euch, unbefleckt und makellos durch ihn im Frieden gefunden zu werden. (2. Petr 3:14)

Wegen unserer Zukunftserwartung, sei es das drohende Gericht oder die bevorstehende Herrlichkeit, „bemühen“ wir uns um Reinheit. Weil wir, dem Messias Jeschua Vertrauende, von Gott und darum auch von anderen Gläubigen „Geliebte“ sind, brauchen wir das Gericht nicht zu fürchten, sondern dürfen uns auf die Gemeinschaft mit Meschiach freuen. Diese Freude spornt an. „Müht euch, unbefleckt und makellos“ zu sein!

Wir drücken das auch gerne mit dem biblischen Stichwort aus: Heiligt euch! Wer rein bleiben will, weiß, was er zu tun hat. Kefa (Petrus) schreibt dazu seinen ganzen 2. Brief; wir sollten uns vom Bösen fernhalten, Jeschuas Weisung beachten und mit Ihm verbunden bleiben. Das macht und hält uns rein (Joh 15:3). Beides hängt eng zusammen. Aber solange wir auf dieser Erde leben, werden wir schmutzig. Aus unserer Kraft werden wir nie fleckenlos. Nur durch Jeschuas Vergebung werden wir rein. Die Worte „durch ihn“ (nämlich durch Jeschua) beziehen sich auf Ihn als den Weg, auf dem wir makellos werden. Schaul (Paulus) drückt unsere Vergebung und Heiligung so aus: „Jeschua ist uns gemacht von Gott zur Heiligung“ (1. Kor 1:30).

Uns soll bewusst sein, wie wichtig dieser „Friede“, der Schalom Gottes ist. Dieser entsteht aus dem Gehorsam gegenüber den biblisch-ethischen Forderungen, nämlich den Begierden zu entfliehen, Zucht und Geduld, Frömmigkeit und Bruderliebe, ja überhaupt die Liebe zu Mensch und Gott zu üben, sowie Habgier, Lästern und Schwelgerei (2. Petr 2) zu meiden.
Denn nur wenn wir uns an die Weisungen Gottes halten, werden wir Frieden haben. Da wir aber auf Erden nie vollkommen sind, können wir den Frieden nur durch die Liebe Jeschuas bekommen. Er ist unser Friede, und Er verschafft uns Frieden, so dass zwischen uns und Gott nicht mehr die trennende Sünde steht. Darum mahnt uns die Brit Chadascha (NT) so sehr, den Frieden mit Gott anzunehmen, und darum wünscht ihn sich Jeschuas Gemeinde (d.h. wir), um den entsprechenden Segen zu empfangen und weitergeben zu können. Nur wer durch Ihn zu einer neuen Schöpfung geworden ist, und nur wer in Jeschua verankert ist, der hat als „Heiliger“ Frieden mit Gott. Und darauf kommt es im Leben hier und im Gericht Gottes an.
Es gibt Menschen, die glauben, sie könnten durch ihr eigenes Bemühen selig werden. Dem stellt Kefa die „Geduld unseres Herrn“ Jeschua entgegen, die uns allein die „Rettung“ verschafft. So schreibt er in 2.Petr 3:18: „Wachset aber in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jeschua des Messiah. Ihm ist die Ehre sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit. Amen.“ Lasst uns dieses Wachstum anstreben!